Soziales Netzwerk: Google schließt Google+ für Verbraucher

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Zudem müssen Entwickler sich einer stärkeren, erneuten Kontrolle unterziehen und einwilligen, die Daten nicht zu Werbezwecken, Marktforschung oder anderen nicht mit dem Dienst verbundenen Zwecken zu nutzen. Das wusste das Unternehmen bereits seit März. Bis zu 438 Applikationen hatten laut Google Zugriff auf diese Informationen, rund 500.000 Profile seien insgesamt betroffen - allerdings gebe es "keine Beweise", dass jemand von diesem Fehler gewusst habe oder dass Daten entwendet wurden.

Jetzt auch Google! Ein halbes Jahr nach dem Facebook-Skandal räumt nun auch Google eine Datenpanne ein.

Angeblich besteht die Lücke seit 2015, heißt es beim Wall Street Journal (Paywall).

In einer Umfrage hätte sich "herauskristallisiert, was wir schon eine Zeit lang gewusst haben", so Google: Während "viel Mühe und Engagement" in die Entwicklung von Google+ geflossen sei, sei es von Anwenderinnen und Anwendern nicht angenommen worden. So würden 90 Prozent der Interaktionen weniger als fünf Sekunden dauern. Die Einstellung der Verbraucherversion solle nach einer zehnmonatigen Übergangszeit Ende August kommenden Jahres abgeschlossen werden. Damit gesteht Google auch offiziell die bereits klare Niederlage im Wettbewerb der Sozialen Netzwerke mit Facebook ein. An Google+ für Unternehmen möchte Google jedoch weiterhin festhalten - ein nicht unumstrittener Schritt bei einem Produkt, das über drei Jahre eine Datenlücke in einer Kern-API aufwies. Googles Mutterkonzern Alphabet hat sich dazu entschieden, das nie besonders erfolgreiche soziale Netzwerk zu schließen. Lange Zeit zögerte der Konzern, Daten zur Nutzung des Netzwerks bekanntzugeben. Google habe zwar keine Hinweise auf einen Datenmissbrauch, aber auch nicht genug Informationen, um ihn vollständig auszuschließen, zitiert das Blatt aus den Unterlagen. Darunter befinden sich auch mehrere Soziale Netzwerke und vergleichbare Dienste, wie etwa Google Wave. An der Börse verlor Google nach der Ankündigung nur geringfügig.

Größere Auswirkungen für Verbraucher dürften die Änderungen beim Mobil-Betriebssystem Android haben, das auf Geräten von Hunderten Millionen Menschen läuft. Zitat: "Das bedeutet, wir können nicht bestätigen, welche Nutzer von diesem Fehler betroffen waren".

Bei Gmail soll der Zugriff auf persönliche Daten durch Apps weiter eingeschränkt werden.

Durch die Software-Panne hätten App-Entwickler auf den Namen, die E-Mail-Adresse sowie Beschäftigung, Geschlecht und Alter von Nutzern zugreifen können, räumte Google am Montag ein.

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