Höhle der Löwen: Verbraucherzentrale kritisiert Produkte aus Gründer-Show

DHDL CurveSys

Nun warnt sogar die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor übereilten Käufen von einzelnen DHDL-Produkten. Letztendlich landen viele der Innovationen später zu einem viel günstigeren Preis in den Grabbelkisten diverser Discounter. Die Verbraucherzentrale in NRW sagt ganz klar "Nein!".

In der Investmentshow, die auf dem Privatsender Vox ausgestrahlt wird (gehört zur RTL-Mediengruppe), stellen junge Start-Up-Firmengründer ihre Produkte vor und hoffen auf lukrative Angebote der "Löwen" - darunter bekannte Unternehmer wie Carsten Maschmeyer und Frank Thelen.

Sie zitiert dann ohne weitere Quellen Kritiker in Kommentaren, die zum Beispiel "DasKaugummi" "viel zu teuer" oder "widerlich" finden. Auch die extrem hoch angesetzten unverbindlichen Preisempfehlungen der Investoren würden für "angefixte Schnellkäufe" sorgen. Inzwischen seien die Fenstersicherungen für nur noch 19,99 Euro im "hoehle-der-loewen-shop" auf Ebay zu haben. "Doch die Preise erinnern Verbraucherschützer eher an Tiger, die als Bettvorleger landen". Einige Preise schienen "wie im freien Fall". Allerdings: Das Emblem klebt auch auf Produkten, die in der Sendung durchgefallen sind. Für ein Spielmattenset für Kinder würden lediglich noch 149 Euro verlangt (UVP: knapp 600 Euro). Bei Amazon fand die Verbraucherzentrale eigenen Angaben zufolge auf Anhieb zehn "DHDL"-Produkte mit "miesen Bewertungen und insgesamt Hunderten böser Kommentare".

Zudem würden zahlreiche Artikel ihre Versprechen gar nicht halten: Der flüssige Handy-Displayschutz aus "Protect Pax" beispielsweise habe mit "100 Prozent Bruch-und Kratzsicherheit" geworben. Damit sind sie keine Hitkandidaten, aber auch keine kompletten Flops. Für die vorgestellten Produkte, von Hundeleinen bis Kaugummis, eine Riesen-Werbeplattform. Zu diesem Zeitpunkt seien viele Produkte überteuert.

Auch für die Gründer kann das Abenteuer in der "Höhle der Löwen" schnell zum Reinfall werden.

Die Verkaufsstrategie gehe "zulasten von angefixten Schnellkäufern", so die Verbraucherzentrale. Die Preisgestaltung liege nicht in den Händen des Senders Vox.

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