Tagung auf Bali - IWF-Chefin Lagarde fährt Donald Trump in die Parade

IWF-Chefin Christine Lagarde

Dies schade nicht nur der Weltwirtschaft sondern auch unbeteiligten Dritten, sagte Lagarde bei der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank am Donnerstag auf der indonesischen Insel Bali.

IWF-Chefin Christine Lagarde erteilte Trumps Wirtschaftspolitik und den Angriffen umgehend eine deutliche Abfuhr, als sie die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank eröffnete. Zudem sprach sie sich dafür aus, die globalen Handelsregeln zu verbessern, anstatt sie aufzugeben.

Dabei verteidigte sie US-Notenbankchef Jerome Powell: "Er wirkt ebenso wie die Direktoren äußerst seriös, zuverlässig und durchaus gewillt, Entscheidungen auf Basis von Fakten zu treffen", sagte sie dem US-Sender CNBC.

US-Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Federal Reserve angegriffen und erklärt, sie sei wegen ihrer raschen Zinserhöhungen "verrückt geworden". "Die Wirtschaft ist stark, aber sie ist nicht stark genug", sagte Lagarde. Sie forderte von allen Ländern, auf eine Deeskalation hinzuarbeiten. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Der Volksrepublik wird zudem zur Last gelegt, ihre Währung gegenüber dem Dollar abzuwerten, was tendenziell das ohnehin schon hohe US-Handelsdefizit noch vergrößert. Der IWF unterstütze den Kurs der Regierung in Peking, die Wechselkurse flexibler zu gestalten. US-Präsident Donald Trump hat der Regierung in Peking wiederholt vorgeworfen, die Währung zu manipulieren und sich so Handelsvorteile zu verschaffen. "Repariert es, aber zerstört es nicht", sagte sie.

Insbesondere die USA und China hatten sich zuletzt mit Zöllen auf Produkte im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar überzogen. Der IWF hatte am Dienstag seine Prognose zur weltweiten Konjunktur vorgelegt, er erwartet für 2018 und 2019 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent und damit 0,2 Punkte weniger als zuletzt.

Scholz zeigte sich allerdings besorgt über die hohe Verschuldung vieler Schwellen- und Entwicklungsländer, die bei einem Einbruch dann womöglich nicht mit einem Konjunkturpaket reagieren können.

Die Schuldenlast der öffentlichen und privaten Haushalte ist laut IWF auf 182 Billionen Dollar angewachsen - ein Rekord. In der EU sind nach gemeinsam vereinbarten Regeln lediglich 60 Prozent erlaubt, um die Finanzstabilität nicht zu gefährden.

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