Abgasstandard WLTP sorgt bei Autoverkäufen weiter für Turbulenzen

Audi-Fahrzeuge stehen im Emdener Autoterminal zur Verschiffung bereit

Kann es bald wieder aufwärts gehen?

Branchenprimus Volkswagen handelte sich im September ein herbes Minus bei den Auslieferungen ein, auch bei BMW hätte es besser laufen können.

Insbesondere die Wolfsburger haben unter anderem wegen ihrer Vielzahl an Motor-Getriebekombinationen mit dem neuen Prüfstandard zu kämpfen und kommen mit der Typgenehmigung ihrer Fahrzeuge oft nicht hinterher. Andererseits waren die Ingenieure des Konzerns in der Dieselkrise zudem noch mit anderen Dingen wie Software-Updates für manipulierte Dieselautos beschäftigt. Nach neun Monaten steht nun ein Plus von 6 Prozent auf 196 562 Wagen zu Buche. Im September hatte der Porsche-Vorstand endgültig beschlossen, keine Dieselmodelle mehr anzubieten. "Auch im Oktober werden wir in Europa noch Auswirkungen sehen. Für November und Dezember rechnen wir in dieser Region wieder mit stärkeren Monaten", sagte VW-Konzernvertriebschef Christian Dahlheim. Die Kunden dort warten wegen des Zollstreits mit den USA ab und greifen nicht mehr so beherzt im Autohaus zu. China steht derzeit fast für die Hälfte aller Auslieferungen im VW-Konzern - da fällt ein Rückgang um zuletzt fast 6 Prozent schmerzlich ins Gewicht. Von Juli bis Ende September übergab der Sport- und Geländewagenbauer weltweit 65 964 Autos an die Kunden - 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch hier dürften die kommenden Monate eine Herausforderung bleiben.

Der Absatz sei in dem Monat um 18,1 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresmonat auf 827 700 Fahrzeuge gesunken, teilte Volkswagen am Freitag mit.

Porsche hat im September weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Mit Verweis auf die "Verwerfungen" durch WLTP und hohe Rabatte hatte BMW vor zwei Wochen sogar seine Gewinnprognose kappen müssen.

BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota sprach angesichts "außergewöhnlicher Herausforderungen" von einem stabilen Absatzergebnis.

In Europa lag das Plus in den ersten drei Quartalen bei 9 Prozent auf 66.551 Autos, überdurchschnittlich legten die Verkäufe in Deutschland um 13 Prozent zu. Nach neun Monaten hat Mercedes-Benz einen Vorsprung von knapp 149 000 Autos.

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