USA: Trump will Fed-Chef trotz Kursrutsch nicht feuern

Trump kritisierte die US-Geldpolitik erneut

IWF-Chefin Christine Lagarde verteidigte US-Notenbankchef Jerome Powell dagegen: "Er wirkt ebenso wie die Direktoren äußerst seriös, zuverlässig und durchaus gewillt, Entscheidungen auf Basis von Fakten zu treffen", sagte die Französin dem US-Sender CNBC. Der Präsident warf der unabhängigen Zentralbank vor, die Leitzinsen zu schnell anzuheben.

"Ich denke, dass die Fed einen Fehler macht", hatte Trump in der Nacht zu Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach dem heftigen Kursrückgang an der Wall Street gesagt.

Trump hatte die US-Geldpolitik schon wiederholt öffentlich kritisiert, was für US-Präsidenten ungewöhnlich ist.

Zuvor hatte die Wall Street einen schwarzen Tag erlebt. Am Mittwoch schlossen die drei wichtigsten Indizes um mehr als drei Prozent im Minus und gaben so stark nach wie seit Anfang Februar nicht mehr. "Ich denke nicht, dass es Nachrichten waren, die aus der Fed kamen, die es nicht schon vorher gab". Die Notenbank sei "verrückt geworden", sagte Trump am Mittwoch bei einem Besuch im US-Bundesstaat Pennsylvania. Märkte "gehen hoch und Märkte gehen runter".

Die Anleger reagierten auf Äußerungen des Internationalen Währungsfonds (IWF), der vor möglichen Finanzmarktturbulenzen gewarnt und seine Prognosen zum Wachstum der globalen Wirtschaft gesenkt hatte. "Ich werde ihn nicht feuern", sagte Trump in Washington.

Analysten nannten die Sorgen vor Zinsanhebungen nur als einen Grund für den Kurssturz an der US-Börse. Weitere Schritte hat sie für dieses und kommendes Jahr signalisiert. Auch die anhaltenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie die Unklarheit über den Brexit spielten eine Rolle. Auch in Asien brachen die Kurse ein, an europäischen Börsen fielen sie ebenfalls stark.

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