Dieselaffäre: Audi zahlt 800 Millionen Euro Strafe

Audi hinter einem Metallzaun

Zudem warf die Staatsanwaltschaft Audi vor, "nicht erkannt zu haben", dass in zwei von Volkswagen entwickelten Dieselmotoren-Typen Software verbaut war, die den Schadstoffausstoß auf dem Prüfstand drosselte.

Grund für das Bußgeld seien "Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben" bei bestimmten Dieselmotoren. "Die Audi AG bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die vorgefallenen Aufsichtspflichtverletzungen", schreibt der Konzern in einem Statement.

Der Skandal um manipulierte Diesel-Fahrzeuge hat für Audi kostspielige Folgen: Die Ingolstädter Volkswagen-Tochter willigt in die Zahlung einer Strafe in dreistelliger Millionenhöhe ein. Nach wie vor werde gegen 20 Beschuldigte ermittelt, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag. Bei den Ermittlungen gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler und weitere Beschuldigte geht es um den Verdacht des illegalen Verkaufs von Fahrzeugen mit gefälschten Abgaswerten. Sie setzen sich aus dem gesetzlichen Höchstmaß einer Ahndung in Höhe von fünf Millionen Euro für fahrlässige Ordnungswidrigkeiten sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 795 Millionen Euro zusammen.

Stadler sitzt in Untersuchungshaft.

Die Buße dezimiert auch das Konzernergebnis von Volkswagen, wie die Audi-Mutter in Wolfsburg mitteilte. Erst im Sommer hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeld über eine Milliarde Euro gegen Volkswagen verhängt, das der Konzern ebenfalls annahm. Betroffen sind zum einen V6 und V8 Dieselaggregate, die in Fahrzeugen der Marken Audi, Volkswagen und Porsche eingebaut waren, und zum anderen Audi-Fahrzeuge, die mit Dieselmotoren der Typen EA 189 und EA 288 von VW ausgestattet waren.

Auch die mit 30,8 Prozent an VW beteiligte Porsche SE wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Sie rechnet für 2018 nun mit einem Nettogewinn von 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro.

"Unter Einbeziehung der Sondereinflüsse aus dem Bußgeldbescheid wird der Audi-Konzern wesentliche finanzielle Spitzenkennzahlen aus seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2018 deutlich unterschreiten", teilte der Autobauer mit.

Mit dem Bußgeldbescheid werde nach dem von der Staatsanwaltschaft Braunschweig geführten Ordnungswidrigkeitsverfahren ein weiteres wichtiges Verfahren im Zusammenhang mit der Dieselaffäre beendet. In welcher Höhe dies geschehe, blieb zunächst offen.

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