Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben

Paul Allen Microsoft-Mitgründer

Allen hatte Microsoft 1975 zusammen mit seinem Kindheitsfreund Bill Gates gegründet.

Jetzt wurde bekannt: Paul Allen verstarb gestern, am 15. Oktober 2018, im Alter von 65 Jahren.

Der US-Unternehmer und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen ist tot. Sein Ärzteteam habe mit der Behandlung begonnen, er wolle die Krankheit "aggressiv bekämpfen", erklärte der 65-Jährige zu diesem Zeitpunkt. Allen zählte lange Zeit zu den reichsten Menschen der Welt, war Besitzer zweier US-Profisport-Teams und engagierte sich in der Luft- und Raumfahrt. Nachdem im Jahr 1982 ein Hodgkin-Lymphom, also ein bösartiger Tumor im Lymphsystem festgestellt wurde, war er seit 1983 nicht mehr aktiv für Microsoft tätig.

Allen hatte Microsoft im April 1975 zusammen mit Bill Gates in Albuquerque (New Mexico) gegründet und wesentlich dazu beigetragen, die Firma zu ihrer heutigen Größe zu führen. Zuletzt schätzte "Forbes" sein Vermögen auf gut 20 Milliarden Dollar. "Sein Vermächtnis lebt durch seine unglaubliche Arbeit als Menschenfreund und Investor weiter", schrieb der Hollywood-Star, der sich ebenfalls für den Umweltschutz stark macht. "Sein Leben hat die Welt verändert", hieß es darin. "Jeder von uns, der die Ehre hatte, mit Paul zu arbeiten, fühlt einen unbeschreiblichen Verlust", heißt es darin. "Während die meisten Paul Allen als Technologen und Philanthropen kannten, war er für uns ein geliebter Bruder und Onkel und ein besonderer Freund".

In einer schriftlichen Mitteilung äußerte sich auch Bill Gates zu dem Tod seines Freundes: "Personalinformatik würde ohne ihn nicht existieren", schrieb er. Er pflegte zu sagen: "Wenn es das Potenzial hat, Gutes zu bewirken, sollten wir es tun".

Allen zufolge stammten die wichtigsten Ideen Microsofts von ihm. Das Software-Unternehmen wurde in den 1990er Jahren zum wertvollsten Konzern der Welt. Er habe in den Anfangsjahren gut mit Gates zusammengearbeitet, sagte Allen später.

Auch Microsoft veröffentlichte am Dienstag ein Statement mit Worten des Vorsitzenden Satya Nadella auf Twitter. Als Mitbegründer von Microsoft hat er, auf seine eigene ruhige aber konsequente Weise, magische Produkte, Erfahrungen und auch Institutionen aufgebaut. Fünf Jahre später kam für das Duo der große Durchbruch, als IBM Corp. sich auf Personal-Computer verlegte und Microsoft bat, das Betriebssystem beizusteuern. Genau dieses Geschäftsmodell, nämlich Lizenzgebühren für jeden verkauften IBM-PC zu erheben anstatt das Betriebssystem an IBM zu verkaufen, sorgte für den immensen Reichtum der Microsoft-Gründer. Ihm gehörten unter anderem das Football-Team Seattle Seahawks und die Basketballmannschaft Portland Trail Blazers. Allen hinterlässt keine Nachkommen.

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