Fünf Erkenntnisse aus dem 1:2 der DFB-Elf in Frankreich

Joachim Löw gestikuliert

Sollten die Niederländer verlieren, genügt Deutschland im "Gruppenfinale" ein Sieg. "Ich glaube nach wie vor, dass er ein sensationeller Trainer ist", sagte der für Paris Saint-Germain spielende Julian Draxler zu Löw: "Inwiefern da jetzt die Entscheidungsträger beim DFB aktiv werden oder nicht, habe ich keine Ahnung".

"Kurier": "Für Joachim Löw wird es nicht leichter: Nach dem 0:3 gegen die Niederlande zeigte sich Deutschland in Paris verbessert, am Ende setzte es gegen Frankreich aber die zweite Niederlage in der Nations League". Die Leistung sei "großartig" gewesen, "nur das Ergebnis stimmt nicht". Es war eine unglaubliche Leistungssteigerung innerhalb von ein paar Tagen. "Die Mannschaft hat ihr Herz in die Hand genommen", so der Bundestrainer.

Löw schwört sein Team auf die schwierige Aufgabe gegen Frankreich ein. Was diese junge Mannschaft heute gezeigt hat, darauf lässt sich aufbauen. "Man kann mit Zuversicht auf die nächsten Wochen schauen". Wichtig für die EM-Auslosung: Nach dem 1:2 in Frankreich bleibt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im aktuellen Ranking aller zwölf Teams in der Liga A der Nations League Zehnter. "Dass man das nur mit neuen, unverbrauchten Spielern machen kann, war auch klar". Dadurch wurde der Gastgeber im Spiel gehalten - und die Franzosen bestraften Deutschland eiskalt nach der Pause in Person von Antoine Griezmann, der mit einem Doppelpack das Spiel drehte. Das Hinspiel im September in München war 0:0 ausgegangen. Gerade wenn man führt und alles im Griff hat", sagte Kapitän Manuel Neuer und attestierte Löw eine gute Aufbauarbeit: "Jogi und das Trainerteam hatten einen klaren Plan.

Gut, dann weiter, denn eine Sache müssen wir noch erwähnen: Die noch zu ermittelnde Nations-League-Rangliste ist künftig entscheidend für die Auslosung der Qualifikation für die EM 2020. Nicht nur der wegen einer Muskelverletzung vorzeitig abgereiste Jerome Boateng, sondern auch 2014er-Weltmeister Thomas Müller fehlte im Gegensatz zum vergangenen Samstag in der deutschen Anfangsformation. In Thilo Kehrer, Niklas Süle, Nico Schulz, Serge Gnabry und Leroy Sané waren fünf Akteure neu in die Startelf gerückt, die zudem im 3-4-3-System angeordnet war.

Gnabry und Sané, die ständig die Positionen tauschten, sorgten in Kooperation mit Werner für viel Wirbel im deutschen Angriff. Mats berührt Matuidi nicht, sondern der Franzose steigt ihm auf den Fuß. Diese Umstellungen machten sich von Beginn an bezahlt.

Der Auftritt im Stade de France habe Spaß gemacht, "der Mannschaft zuzuschauen - vor allem in der ersten Halbzeit". Die habe ich schon gegen Holland in den ersten 30 Minuten gesehen. Kurz darauf entschied Referee Milorad Mazic auf Strafstoß als Presnel Kimpembe eine Sané-Hereingabe unabsichtlich mit dem Oberarm blockte.

Durch die Führung gewannen die Gäste an Sicherheit und stellten das Starensemble der Equipe Tricolore immer wieder vor große Probleme. Sechs Minuten später scheiterte Ginter an Lloris, der beim Volleyschuss des Gladbachers sein ganzes Können aufbieten musste. Es ist eine Partie mit Endspielcharakter für Deutschland und den sehr verdienstvollen Löw, auch wenn ihm Verbandsboss Reinhard Grindel am Montag bei einem persönlichen Treffen nochmals das Vertrauen aussprach. Doch nun sieht es finster aus für Deutschland. Bezeichnend, dass es bis kurz vor der Pause dauerte, ehe sich erst Kylian Mbappé (40.) dann Olivier Giroud (45.) sich dem deutschen Tor gefährlich näherten.

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