Ukraine: Streit in orthodoxer Kirche spitzt sich zu

Orthodoxer Metropolit Arsenios Kardamakis

Die Führung der Russisch-Orthodoxen Kirche und der Patriarch von Konstantinopel, die beiden wichtigsten Machtzentren der orthodoxen Christenheit, streiten um die kirchliche Hoheit in der Ukraine. Letzte Woche erklärte sich die ukrainisch-orthodoxe Gemeinde für unabhängig.

"Mit großer Trauer", so lautet die auf der Website des Moskauer Patriarchats veröffentlichte Erklärung, "hielten es die Mitglieder des Heiligen Synods für unmöglich, weiterhin in eucharistischer Gemeinschaft mit dem Patriarchat von Konstantinopel zu bleiben".

Seine Kirche erkenne diesen Beschluss nicht an und könne nicht länger den Kontakt zum Ökumenischen Patriarchat aufrechterhalten, sagte Hilarion nach einer Sitzung des Heiligen Synods, des obersten Gremiums der russisch-orthodoxen Kirche.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. sagte am Wochenende bei einem Gottesdienst in Minsk, das Leitungsgremium seiner Kirche wolle die ukrainische Gesellschaft beruhigen, das kirchliche Leben in der Ukraine stärken und die Kirche vor "möglichen Angriffen und Unterdrückung" schützen.

In der Ukraine existieren derzeit drei orthodoxe Kirchen nebeneinander: Filarets abgespaltete ukrainisch-orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats, die bis anhin für Moskau einzige offizielle ukrainisch-orthodoxe Kirche unter dem Moskauer Patriarchat sowie die 1917 gegründete ukrainische autokephale orthodoxe Kirche. Zugleich rehabilitierte er den 1997 von Moskau exkommunizierten Patriarchen der ukrainisch-orthodoxen Kirche, Filaret, der sich als Metropolit von Kiew 1992 von Moskau gelöst hatte. Außerdem will die politische Führung der Ukraine im Konflikt mit Moskau den Einfluss der als feindlich empfundenen russischen Kirche zurückdrängen. Sie sollten dort die Bildung einer autokephalen Kirche vorbereiten. Seit Wochen werden von der Kirche und den russischen Medien Szenarien gewaltsamer Übergriffe ukrainischer Nationalisten auf diese Kirchengüter heraufbeschworen. 1996 hatte das Moskauer Patriarchat im Streit um die Kirche in Estland schon einmal den Kontakt zu Konstantinopel ausgesetzt. Die russisch-orthodoxe Kirche ist ideologisch eng verbündet mit der russischen Staatsführung.

Die Strukturen in der orthodoxen Kirche unterscheiden sich von denen der katholischen Kirche. Seit der Annexion der Krim durch Russland hat sie ihre Unabhängigkeit gefordert.

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