DAX im Minus - Kurssturz bei Fresenius Medical Care - Michael Warren

Fresenius FMC Gesundheit

Wenn sich die Fresenius Medical Care-Aktie, die heute mit einem Plus von etwas mehr als einem Prozent in den Handelstag gestartet ist, nach dem Schock zumindest wieder auf 75 Euro erholt, dann wird sich eine Investition in Long-Hebelprodukte bezahlt machen.

Der bayerische Medizintechnikanbieter Fresenius Medical Care steht bei der Bildung des Dax der Frankfurter Börse auf Platz 23.

Die Fresenius Medical Care-Aktie liegt auf Jahressicht 25,0 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, das 93,82 Euro beträgt. Zu Buche schlugen bei dem Dialyseunternehmen im dritten Quartal auch Kosten für Informationskampagnen in den USA.

Das Dax-Unternehmen zeigt sich nach der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen pessimistischer für 2018: Der Gesundheitskonzern hält nun nur das untere Ende seiner Prognosespannen für Umsatz und Ergebnis für realistisch.

In Nordamerika sei FMC "nicht so schnell gewachsen sind wie ursprünglich erwartet", hieß es in einer Mitteilung vom späten Dienstagabend. Hier kam dem Unternehmen vor allem die Hyperinflation in Argentinien in die Quere. Bleiben Kranke nicht über Nacht, ist das für die Krankenkassen günstiger.

Die schlechtere Entwicklung der Töchter konnten auch sehr gute Geschäfte der Flüssigmedizinsparte Kabi nicht ausgleichen, die etwa Infusionen vertreibt. Der Konzern rechnet demnach nur noch mit einem Umsatzwachstum von zwei bis drei Prozent anstatt zuvor fünf bis sieben Prozent. Auch beim währungsbereinigten Gewinn soll das untere Ende der Bandbreite von sechs bis neun Prozent erzielt werden. Die Aktien des Dialysespezialisten brachen um mehr als 12 Prozent ein, die der Mutter Fresenius SE verloren mehr als 8 Prozent. Bei den Verhandlungen geht es um mögliche Verstöße gegen Korruptionsrecht. FMC habe die Erwartungen an das dritte Quartal verfehlt, schrieb Analyst Frank Morgan vom britischen Analysehaus RBC.

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