Rätselhafter Fall Jamal Khashoggi: Zerstückelte ein Spezialteam den Journalisten bei lebendigem Leibe?

Proteste vor dem Saudi Arabiens Konsulat in Istanbul- auf dem Bild Dschamal Chaschukdschi

Die USA wollen ihrem Verbündeten Saudi-Arabien noch einige Zeit einräumen, um die Vorkommnisse um das Verschwinden Khashoggis aufzuklären, gab US-Außenminister Mike Pompeo nach einem Treffen mit Präsident Donald Trump in Washington bekannt. Die G7-Staaten fordern eine Aufarbeitung von Riad. "Diese Taten ziehen nicht länger eine Gegenreaktion der internationalen Gemeinschaft nach sich". Saudi-Arabien habe dazu eine Erklärung angekündigt, sagte Maas.

Eine Abkehr ausländischer Investoren könnte schwerwiegende Folgen für Saudi-Arabien haben, das vor einem tiefgreifenden Umbau seiner Wirtschaft steht. US-Finanzminister Steven Mnuchin wollte seine Anreise überdenken. Während sich Trump und Pompeo in dieser Frage bislang in Schweigen üben, äußerte sich der republikanische US-Senator Lindsey Graham, einer der großen Verteidiger saudischer Interessen im US-Kongress, bereits mehr als deutlich: "Mohammed bin Salman muss gehen", forderte er in einem Interview mit Fox-TV. Die Regierung in Ankara müsse verlangen, dass UN-Generalsekretär António Guterres eine transparente Untersuchung einleite, erklärten Amnesty International, Human Rights Watch, Reporter ohne Grenzen und das Komitee zum Schutz von Journalisten gemeinsam.

Die Durchsuchung der Residenz des Konsuls Mohammed al-Otaibi hatte sich verzögert, da Saudi-Arabien die Genehmigung zunächst verweigert hatte, wie der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch mitteilte. Er wird seit seinem Besuch dort vermisst.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, bekräftigte die Haltung der Bundesregierung, von Waffengeschäften mit Saudi-Arabien abzusehen. Er sagte im Deutschlandfunk, bei Rüstungsexporten stehe man - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - auf der Bremse.

Die Senatoren - darunter Tom Udall, Cory Booker, Elizabeth Warren und Richard Blumenthal - verwiesen darauf, dass vergangene Woche 22 ihrer Kollegen über Parteigrenzen hinweg den Präsidenten aufgefordert hatten, das Verschwinden Khashoggis zu untersuchen und Sanktionen gegen Saudi-Arabien zu prüfen. In einem Schreiben der elf Senatoren an Trump heißt es: "Es ist zwingend erforderlich, dass diese Sanktionsentscheidung und die US-Politik gegenüber Saudi-Arabien im Allgemeinen nicht durch Interessenkonflikte beeinflusst werden, die aufgrund Ihrer engen finanziellen Beziehungen zu Saudi-Arabien oder der Ihrer Familie bestehen könnten".

US-Präsident Donald Trump zeigte sich laut CNN kurz nach Bekanntwerden des möglichen saudischen Berichts skeptisch. Er erklärte, der saudische Kronprinz bin Salman habe ihm versichert, dass er nichts über die Vorgänge im saudischen Konsulat in Istanbul wisse. Hinzu kommen milliardenschwere Rüstungsgeschäfte, über die der US-Präsident schon gesagt hat, dass er sie durch den Fall Khashoggi nicht gefährdet sehen will.

"Es sieht ganz danach aus", sagte Trump vor Journalisten in Washington.

Am Donnerstagmorgen meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu, dass türkische Ermittler die Suche nach Spuren im Haus des Konsuls abgeschlossen haben.

Die "New York Times" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf drei mit dem Fall vertraute Quellen, die saudische Führung erwäge, einen General und hochrangigen Berater von Kronprinz Mohammed bin Salman für den Tod Khashoggis verantwortlich zu machen.

Im Widerspruch zu den Äußerungen des Kronprinzen und von Trump berichtet nun die "New York Times", dass die türkischen Ermittler mehrere Verdächtige identifiziert hätten. Er soll dabei Kopfhörer getragen und Musik gehört haben. Die Zeitung beruft sich auf Gesichtserkennung, Profile in den sozialen Netzwerken, Medienberichte und geleakte saudische Regierungsdokumente.

Ein Verdächtiger habe Kronprinzen in diesem Jahr bei Reisen in die USA, nach Spanien und Frankreich begleitet - möglicherweise handele es sich um einen Leibwächter.

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