US-Präsident Trump zum Fall Khashoggi: "Bad stuff"

Fall Chaschukdschi Durchsuchung von saudischem Konsulat in Istanbul abgeschlossen

Saudi-Arabien übt sich derweil in hilfloser Schadensbegrenzung. "Sie mussten damit rechnen, dass diese Details öffentlich werden".

Die "Washington Post" hat zuvor den bisher letzten Beitrag ihres verschwundenen Kolumnisten Jamal Khashoggi veröffentlicht. Angeblich seien ihm während eines Verhörs die Finger abgeschnitten worden. Al-Otaibi verließ am Dienstag Istanbul in Richtung Riad.

Kritiker sehen darin einen Versuch, von der Affäre Khashoggi ablenken und sich die Gunst und das Vertrauen der USA erkaufen zu wollen. Bereits am Dienstag hatten unbestätigte Berichte Wirbel ausgelöst, al-B. sei an Bord eines abgestürzten Flugzeugs der saudischen Luftwaffe gewesen. Die türkischen Behörden gehen nach Medienberichten davon aus, dass Khashoggi im Konsulat von einem aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando getötet wurde.

Das Hauptaugenmerk richtete die Zeitung auf Maher Abdulaziz Mutreb, der im Jahr 2007 der saudischen Botschaft in London zugewiesen war. Er reiste gemeinsam mit dem Kronprinzen, möglicherweise als Leibwächter. Er sei zum Beispiel in Madrid und Paris mit ihm aus dem Flugzeug gestiegen. Die "New York Times" hatte den Mann in der Nacht zuvor ebenfalls als häufigen Begleiter des Prinzen identifiziert. Demnach begleitete einer der Männer wiederholt bin Salman auf Auslandsreisen. Bereits vorgestern äusserte er sich ungewohnt friedfertig gegenüber Saudi-Arabien und kritisierte, dass das Land voreilig verurteilt wird. CNN berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, der Plan sei gewesen, den Saudi zu entführen, aber nicht zu töten.

Die Verbindungen der Verdächtigen zu bin Salman dürften es aber dennoch schwierig machen, dessen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Khashoggi war am 2. Oktober dabei gefilmt worden, wie er das Gebäude betritt. Unter anderem die USA und europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben von Saudi-Arabien Aufklärung verlangt.

Wie groß das Fragezeichen über der politischen Zukunft des Kronprinzen ist, hängt nicht nur davon ab, wie sehr seine Person als möglicher Auftraggeber mit der Istanbul-Operation in Verbindung gebracht wird.

US-Präsident Donald Trump geht inzwischen verstärkt davon aus, dass der seit mehr als zwei Wochen vermisste saudische Journalist Jamal Khashoggi tot ist.

US-Aussenminister Mike Pompeo sagte am Donnerstag nach Rückkehr von Besuchen in Riad und Ankara, die saudiarabische Führung habe ihm "eine vollständige, gründliche Ermittlung" zugesagt.

In einem Schreiben der elf Senatoren an Trump heißt es: "Es ist zwingend erforderlich, dass diese Sanktionsentscheidung und die US-Politik gegenüber Saudi-Arabien im Allgemeinen nicht durch Interessenskonflikte beeinflusst werden, die aufgrund Ihrer engen finanziellen Beziehungen zu Saudi-Arabien oder der Ihrer Familie bestehen könnten". Zudem sieht Washington die Saudis als Partner im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Die anderen Länder duldeten, dass Regime wie sein Heimatland Saudi-Arabien Oppositionelle und Medien unterdrückten.

Pompeo reiste aus Riad an, wo er am Dienstag mit dem saudischen König Salman und dem Kronprinzen Mohammed bin Salman gesprochen hatte. Trump hatte die Führung in Riad zuvor in Schutz genommen und überließ es bislang der saudi-arabischen Führung, den Fall selbst zu untersuchen - obwohl der mächtige Kronprinz Mohammed bin Salman unter dem international weitverbreiteten Verdacht steht, die Ermordung des regierungskritischen Journalisten angeordnet zu haben. Besuche von saudi-arabischen Wissenschaftlern seien keine Seltenheit, so Noel Woodford vom forensischen Institut zum "Guardian", Tubaigi habe angegeben, er sei in Saudi-Arabien für Unfälle während Massenpaniken zuständig, die etwa während des Hadsch nach Mekka passieren würden.

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