KI-Gemälde versteigert: Unbekannter Käufer zahlt Rekordpreis

Das Porträt von Edmond Bellamy war das einzige für die Auktion ausgewählte Bild. Offensichtlich

Hinter dem Werk steckt das Pariser Kollektiv "Obvious", zu dem sich drei Studenten zusammengefunden haben und das im Februar bereits eine Arbeit aus seiner "Belamy"-Reihe an Kunstsammler Nicolas Laugero Lasserre verkauft hatte, allerdings für vergleichsweise günstige 10.000 Euro". Denn "Edmond de Belamy" wurde nicht von einem Menschen geschaffen, sondern von einem Algorithmus. Das goldumrahmte Bild zeigt einen schwarzgekleideten Mann und könnte auf den ersten Blick aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammen. Der "Generator" versucht dabei, den "Discriminator" zu überlisten - in diesem Fall bei der Frage, ob ein Gemälde echt ist oder vom Computer geschaffen.

Das Kunstwerk, das mithilfe Künstlicher Intelligenz kreiert wurde, ist für 432.500 US-Dollar (380.000 Euro) versteigert worden. Der Künstler Pierre Fautrel speiste zunächst 15.000 klassische Porträts in ein Computersystem ein. Der Verkaufspreis für "Edmond de Belamy" war vorher lediglich auf 7000 bis 10.000 Dollar geschätzt worden. Das Traditionshaus hatte geschicktes Marketing betrieben und im Vorfeld von der "ersten Arbeit einer künstlichen Intelligenz (KI)" gesprochen, die bei einem großen Auktionshaus unter den Hammer kam. Auf dessen Basis erzeugte der Algorithmus solange Bilder, bis ein konkurrierender Teil des Algorithmus eines davon für ein vom Menschen geschaffenes hielt. Laut dem Guardian haben fünf Bieter den Preis des Gemäldes hochgeboten - zur Freude des Künstlers. Stattdessen steht in der unteren rechten Ecke des Gemäldes: "min G max D Ex [log (D (x))]+Ez [log (1-D (G (z)))]". Gemeint ist der Algorithmus, der das Werk produzierte. Aus ihnen wählte das Kollektiv elf aus, die sogenannte "Belamy Familie", zu der auch das jetzt versteigerte Bild gehört.

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