Moskau und Washington planen Gipfel zu INF-Vertrag

Bolton nach Gesprächen in Moskau USA verstehen Russlands Position nun besser

Der Vertrag berühre Kerninteressen der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Russland sieht sich zu Gegenmaßnahmen gezwungen, wenn die USA wie angekündigt aus einem der wichtigsten nuklearen Abrüstungsverträge aussteigen. Das 1987 geschlossene INF-Abkommen verpflichtet die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Abschaffung aller landgestützten, atomar bestückbaren Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern. Die USA werfen Russland seit längerem vor, mit der Entwicklung eines Marschflugkörpers mit dem Namen 9M729 gegen den Vertrag zu verstoßen. Die Begegnung solle nach vorläufiger Planung am 11. November am Rande der Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren in Paris stattfinden, sagte der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Juri Uschakow, am Dienstag. Der US-Präsident nahm die Anregung an: "Ich denke, dabei könnte etwas Gutes herauskommen", sagte er im Weißen Haus.

Bolton kündigte an, dass es in Paris auch um die Vorbereitung zweier weiterer amerikanisch-russischer Gipfel 2019 gehen könnte.

Putin sagte, die Beziehungen zu Rom seien in den vergangenen zwei Jahren wieder stark gewachsen.

Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau wolle eine detaillierte Erläuterung von den USA bekommen. Das Thema sei wiederholt angesprochen worden. "Konkrete Entscheidungen gibt es aber noch nicht".

Der US-Sicherheitsberater hatte in Moskau zweigleisig gegen den INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces) argumentiert, den er "veraltet und überholt" nannte.

Falls die USA aus dem INF-Vertrag ausstiegen, würden die internationalen Beziehungen instabil werden, sagte Sacharowa.

Die vollständige Vernichtung dieser Kategorie von Waffen hat über die Jahrzehnte vor allem Europa mehr Sicherheit gebracht.

Bolton führt seit dem Wochenende Gespräche in Moskau. Noch im Sommer hatten sie die Alliierten eigentlich darauf verständigt, weiter "uneingeschränkt" für den Erhalt des "wegweisenden Rüstungskontrollvertrags" eintreten zu wollen. Stoltenberg kommentierte Trumps Haltung nicht.

Die USA erwägen derzeit laut Reuters keine neuen Sanktionen gegen Russland.

US-Präsident Trump und sein russischer Amtskollege Putin wollen im November über Abrüstung beraten.

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