Gewinnrückgang bei BASF - Auch Niedrigwasser im Rhein belastet

Das Geschäft mit Basischemikalien war im dritten Quartal vergleichsweise schwach. Quelle dpa

Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn sei im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag in Ludwigshafen mit. Der Kurs der BASF-Aktie gab im frühen Handel um 1,9 Prozent nach.

Seit Jahresbeginn haben die BASF-Papiere 44 Prozent verloren, am Freitag markierten sie ein Zweieinhalbjahrestief von 64,33 Euro. Die konjunkturellen Herausforderungen nähmen zu, warnte Konzernchef Martin Brudermüller.

Integrations- und Umbaukosten hatten dem Konzern das dritte Quartal verhagelt.

Der Konzern hatte vom Rivalen Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel, verschiedene Saatgut-Arten und Digital-Farming-Geschäfte für insgesamt 7,6 Milliarden Euro übernommen. Bayer musste diese im Zuge der Mega-Übernahme von Monsanto abgeben. Aufgrund des geplanten Zusammenschlusses wird bei BASF das Öl- und Gasgeschäft nicht mehr voll konsolidiert. "Das lässt sich an unseren Ergebnissen ablesen". Im vergangenen Jahresviertel habe sich die Industrieproduktion vor allem wegen der Automobilbranche schwächer als erwartet entwickelt.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank im dritten Quartal um 14 Prozent auf 1,5 Mrd. Zudem verlangsame sich das Wirtschaftswachstum in China aufgrund des Handelskonflikts mit den USA.

Alleine bei den Basischemikalien sank das Ergebnis um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Im Agrargeschäft machten sich die von Bayer übernommenen Geschäfte negativ bemerkbar, deren Ergebnis saisonbedingt stark negativ ausfiel.

Seine wegen des Dea-Deals bereits Ende September angepassten Jahresziele bestätigte BASF. So soll das um Sondereinflüsse bereinigte Ebit leicht unter dem Vorjahreswert von 7,6 Milliarden Euro liegen. 2018 soll der Umsatz des zweitgrößten Chemiekonzerns der Welt leicht steigen.

Deutlich margenschwächer zeigten sich das Chemiegeschäft und die Funktionsmaterialien. Während BASF-Chef Brudermüller auf eine Erholung am Automarkt in den nächsten Monaten hofft, geht Analyst Mayer eher von einer nachlassenden Nachfrage aus der Automobilindustrie aus.

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