Ist das der Milliarden-Deal des Jahres? IBM schluckt Linux-Spezialisten

Ibm Supercomputer Watson	Bildquelle IBM

Es ist die bis anhin grösste Übernahme des Computer-Urgesteins.

Um dies zu gewährleisten wird Red Hat als eigenständiges Team innerhalb des Konzerns mit dem Cloud-Team von IBM zusammenarbeiten und weiterhin von Jim Whitehurst geleitet werden.

Die Software von Red Hat kommt allerdings auch für den Betrieb von Cloud Anwendungen zum Einsatz.

IBM-Chefin Ginni Rometty will den IT-Dino zukunftssicher machen, indem sie wenig profitable alte Geschäftsbereiche schrumpft und dafür stärker auf Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste setzt. Der Umbau ließ den Umsatz sechs Jahre lange sinken. Romettys Sanierungskurs schien Früchte zu tragen, weil IBM drei Quartale in Folge mit Wachstum schaffte.

Warum der Kauf von Red Hat?

Im Juli wurde dann publik, dass die von IBM so gehypte KI-Technologiesparte Watson die Erwartungen im Gesundheitsbereich gründlich enttäuschte. Das heißt, ihr Programmiercode ist öffentlich und kann von allen eingesetzt werden. Auf dieser Basis können Softwareanbieter aber Instrumente zur besseren Nutzung von Linux entwickeln - Red Hat wurde nach der Gründung vor rund 25 Jahren zu einem führenden Spezialisten in diesem Geschäft. "IBM wird der weltweite Nummer-Eins-Hybrid-Cloud-Anbieter". Beim Cloud-Geschäft wird die Software vom Hersteller im Internet zur Verfügung gestellt und befindet sich nicht wie bei der Kaufsoftware auf den Rechnern der Kunden.

Das Betriebssystem Linux, mit dem zum Beispiel viele Server in Rechenzentren laufen, ist eine sogenannte quelloffene Software.

Alle rund 12'600 Mitarbeiter von Red Hat sollen übernommen werden, sagte Rometty dem "Wall Stree Journal". Im Cloud-Markt gehören unter anderem Microsoft, Google und Amazon zu den Konkurrenten. Damit setzt sich die Reihe der Übernahmen in der Open-Source-Branche fort. Microsoft hat erst vor kurzem die Entwickler-Plattform GitHub für 7,5 Milliarden US-Dollar gekauft.

IBM will mit der Übernahme von Red Hat seine Position als Cloud-Anbieter verbessern und dennoch den Open-Source-Gedanken von Red Hat bewahren.

Am Freitag war die Red-Hat-Aktie bei 116,68 Dollar aus dem Handel gegangen, der Aufschlag liegt also bei fast zwei Drittel. Mit dem Abschluss des Deals rechnen die Unternehmen im zweiten Halbjahr 2019.

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