Inhaftierter Manager: Früherer Audi-Chef Stadler kommt frei

Rupert Stadler darf die Untersuchungshaft verlassen.

Gegen den Manager besteht jedoch weiterhin ein dringender Tatverdacht.

Laut Staatsanwaltschaft ist Stadler auch dafür verantwortlich, dass Audi noch lange nach Bekanntwerden der Abgasaffäre "Schummel-Diesel" in Europa verkauft hat.

Stadler war Mitte Juni im Zuge der Ermittlungen der Strafverfolger unter Verweis auf eine drohende Verdunklungsgefahr festgenommen worden. Der Haftbefehl gegen Stadler sei außer Vollzug gesetzt, teilte das Oberlandesgericht München mit. Stadler habe eine Kaution zu hinterlegen. Stadler saß seit Juni wegen Verdunkelungsgefahr hinter Gittern. Der damalige Audi-Chef erwog demnach, einen Beschäftigten beurlauben zu lassen, der möglicherweise mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart bei deren Porsche-Verfahren kooperiert habe.

In einer Haftbeschwerde erhob Stadler im Juli schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft München II und die Justiz. Den Ermittlern liegen E-Mails und Zeugenaussagen vor, wonach Stadler bereits seit Dezember 2015 gewusst haben muss, dass auch in europäischen Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen eingesetzt werden. Außerdem hätte er gar nicht belauscht werden dürfen, weil der Beschluss des Amtsgerichts für die Abhöraktion widersprüchlich und grob rechtsfehlerhaft sei.

Anfang Oktober wurde Stadler als Audi-Chef abberufen. Als Grund führte das Unternehmen die andauernde Untersuchungshaft an. Stadler sei vor diesem Hintergrund nicht in der Lage "seine Aufgaben als Mitglied des Vorstands zu erfüllen und will sich stattdessen auf seine Verteidigung konzentrieren". Die VW-Tochter Audi wird seitdem kommissarisch von Vertriebsvorstand Bram Schot geführt.

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