Bilanz: Diese neue Heimlichtuerei ums iPhone nehmen die Anleger Apple übel

Apple-Sitz in Belgien

Es ist das mit Abstand wichtigste Produkt von Apple und die Absatzentwicklung galt als Indikator dafür, wie neue Modelle - und deren Preise - bei den Verbrauchern ankamen. Diese Frage gehört zu den ganz zentralen, die Wallstreet-Analysten und die gesamte Branche alle drei Monate brennend interessiert, wenn Apple seine Quartalszahlen vorlegt - so auch am Donnerstagabend. Den Jahresumsatz konnte das Unternehmen um 16% auf 266 Mrd.

Auch das Geschäft mit Mac-Computern machten die teureren Pro-Modelle profitabler.

Der kalifornische Konzern fürchtet Produktionsengpässe. Während es rund zwei Drittel zum Umsatz beiträgt, dürfte es um die 80% des Gewinns stemmen.

Noch erstaunlicher ist zweitens, dass Apple diese Wachstumsraten in einem derzeit stagnierenden und sich in diesem Jahr wohl leicht zurückbildenden weltweiten Markt für Smartphones erreicht. Apple setzte rund 46,9 Millionen iPhones ab - das waren nur gut 200 000 mehr als im Vorjahresquartal. Trotzdem legte der Umsatz im iPhone-Geschäft um 3 Prozent zu. Bislang stand Apple in der hohen Gunst der Investoren. Der Preis liegt bei bis zu 1929 Euro.

Mit dem "Schlag gegen die Transparenz" wolle Apple Aktionären zu einer neuen Perspektive nötigen, sagt Dan Ives, Research Director der Investmentfirma Wedbush Securities. Laut Apple seien diese Zahlen nicht aussagekräftig, womit man natürlich auch in gewisser Weise Recht hat.

Für die neue Apple-Strategie spricht, dass der Konzern längst neue finanzielle Standbeine neben dem iPhone aufbaut, das Ökosystem mit neuen Geräten wie Apple Watch, Airpods oder neuen Services im App Store nährt. Auch Einnahmen aus AppleCare, Apple Pay und Lizenzgebühren fließen in die Sparte ein. Die Sparte umfasst im Wesentlichen digitale Inhalte und Dienstleistungen (iTunes), die oft per Abonnement (Apple Music) angeboten werden. $ erzielen. Und auch hier errichtet der Kunde mit zunehmender Nutzung selbst Barrieren, die es erschweren, zu einem anderen Anbieter zu wechseln: Ist erst einmal die eigene Videothek aufgebaut und das Repertoire der Lieblingslieder organisiert, würde ein Wechsel zu einem anderen Smartphone-Anbieter bedeuten, dass man wieder von vorne anfangen müsste.

Apple wird künftig keine Absatzzahlen mehr zu seinen Geräten veröffentlichen. Außerdem werde auch das Geschäft mit Diensten neben den Hardware-Verkäufen immer wichtiger.

Für das Weihnachtsquartal stellte Apple ein Umsatzplus von maximal gut fünf Prozent auf 93 Milliarden Dollar in Aussicht. Generell sei die Unsicherheit bezüglich der Umsatzentwicklung im kommenden Quartal höher als sonst. So kommen demnächst neue Modelle des Laptops MacBook Air und des iPad Pro in den Handel. Wie Apple am 1. November 2018 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekanntgab, stieg der Umsatz in den drei Monaten bis zum 29. September, dem letzten Geschäftsquartal, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 20 Prozent auf 62,9 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn um 32 Prozent auf 14,13 Milliarden US-Dollar stieg.

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