München - Medienberichte: Durchsuchungen bei Blackrock

Friedrich Merz

Die Staatsanwaltschaft hat sich bisher noch nicht zu den heutigen Durchsuchungen geäußert.

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat die Räume der Vermögensverwaltung Blackrock in München durchsucht.

So schnell können auf absolute Aussagen wieder Zweifel folgen.

Blackrock ist ein amerikanischer Vermögensverwalter, der weltweit 6,3 Bio.

Daneben gehört Merz auch dem Aufsichtsrat der HSBC Bank an, die ebenfalls mit Cum-Ex-Geschäften in Verbindung gebracht wird. Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung. Seit Dienstag gibt es zumindest neue Fragen. Beamte der Kölner Staatsanwaltschaft rückten am Münchner Unternehmenssitz der Fondsgesellschaft an und durchsuchten Geschäftsräume nach Material im Zusammenhang mit Aktiengeschäften zulasten der Staatskasse.

Aufsichtsratschef bei Blackrock ist Friedrich Merz. Damit würden die Ermittlungen einen Zeitraum betreffen, lange bevor Merz bei Blackrock Deutschland seine Tätigkeit aufgenommen hatte. Grund sei ein Ermittlungsverfahren zu umstrittenen Cum-Ex-Geschäften, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Bekannt ist allerdings, dass die Staatsanwaltschaft Köln in dem Cum-Ex-Steuerskandal im Umfeld zahlreicher Banken ermittelt und inzwischen eine dreistellige Zahl von Beschuldigten führt. Darüber hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet".

Mit "Cum-Ex"-Geschäften wird ein in großem Stil angewendeter Trick in der Finanzbranche bezeichnet". Die HVB äußerte sich nicht zu der Durchsuchung.

Eine der Hauptpersonen bei diesem Millionenspiel sitzt derzeit in Köln in Untersuchungshaft.

Dividende. Dabei schoben Banken, Fonds und andere Händlern die Papiere sehr schnell hin und her, um die Finanzämter zu täuschen und sich eine nur einmal gezahlte Steuer auf Dividenden mehrmals erstatten zu lassen. Bis zum Jahr 2012 gab es Kontroll-Lücken der Steuerbehörden. So war ein lukratives Geschäftsmodell entstanden, auf Kosten der Steuerzahler in Deutschland und in weiteren europäischen Staaten.

Bis heute ist nicht in letzter Instanz geklärt, ob die dubiosen Geschäfte illegal waren. "Aktiengeschäfte wie Cum-Ex und Cum-Cum dienen letztlich dazu, die Steuerzahler auszunehmen", hatte Merz gesagt. "Dieser Meinung war ich schon immer und habe dies auch immer zum Ausdruck gebracht".

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