"Schwarzbuch" prangert über 100 Steuerverschwendungen an

RWE hat die Fans gebeten bei der Schneeräumung im Stadion zu helfen die freiwilligen Helfer kämpfen sich durch die Schneemassen und transportieren den Schnee mit Folien vom Platz

Berlin/Stuttgart - Hier ein immer teurer werdender Theaterbau, da eine Asylunterkunft, in der noch kein einziger Flüchtling war - das "Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler (BdS) prangert auch wieder etliche Fälle aus Baden-Württemberg an. Die Liste ist lang. So war es am Dienstag, als der Verband in Berlin sein "Schwarzbuch 2018/2019" vorstellte, in dem 109 der schlimmsten Fälle der Geldverschwendung in Deutschland angeprangert werden. "Das Geld wäre besser in der Sanierung der Berliner Kliniken aufgehoben", so Verbandschef Kraus.

Die Region Hannover schaffte für 11.000 Euro einen Krankenwagen für Wölfen an - doch bisher gab es laut Steuerzahlerbund keine Einsätze für den Anhänger: "Es kam in der Region seit Inbetriebnahme lediglich zu zwei Unfällen". Die Stadt Erfurt leistete sich für ihr Stadion eine Rasenheizung für 887000 Euro. Doch die Betriebskosten waren zu hoch, wie der Steuerzahlerbund berichtete: "Im Winter wurden die Fußballspiele derweil bei Frostgraden abgesagt und verschoben, die Rasenheizung blieb ungenutzt". Fußgänger und Radfahrer nutzten den Übergang so stark, dass sich an dem Kreisel regelmäßig Staus bildeten. Der 12.800 Euro teure Zebrastreifen konnte jedoch nicht einfach zurückgebaut werden, da er Teil eines mit fast einer Million Euro geförderten Verkehrskonzepts war - Änderungen hätten für die Stadt die Rückzahlung des Geldes bedeuten können. Die Kosten wurden ursprünglich mal auf 800000 Euro geschätzt, mittlerweile ist von mindestens 2 Millionen Euro die Rede.

Der Steuerzahlerbund kritisierte auch Pläne der Stadt Monheim am Rhein in Nordrhein-Westfalen, in einem vielbefahrenen Kreisverkehr einen künstlichen Geysir zu installieren. Sie soll verhindern, dass Autofahrer in den Kreisverkehr einfahren, während die Fontäne sprudelt. Kostenpunkt für Geysir und Ampel: geschätzte 415.000 Euro. So geht es um eine aus Sicht des Verbandes überteuerte Anschaffung von Drohnen sowie um sechs U-Boote der Marine. Der Verband spricht von einer "desolaten Situation". "Bei einem bestehenden Bauwerk wäre die Stadt vielleicht mit mehr Eifer an die dringend notwendige Sanierung herangegangen als bei einem Haufen Stahl, der fernab der Öffentlichkeit auf einem städtischen Betriebshof gelagert ist", heißt es nun im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.

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