Renten: Bundestag beschließt Rentenerhöhung ab 2019

Die verhindern aber eine Entlastung der Einzahler.

Zudem wird die Mütterente erweitert, die Erwerbsminderungsrente erhöht, auch Geringverdiener werden entlastet.

Die Rentner in Deutschland bekommen im kommenden Jahr um mehr als 3 Prozent steigende Bezüge.

Eine wegen der guten Lage der Rentenkasse eigentlich fällige Senkung des Rentenbeitragssatzes fällt wegen der milliardenschweren schwarz-roten Reform aus. Außerdem darf der Beitrag zur Rentenversicherung im selben Zeitraum nicht über 20 Prozent steigen. Mit dem Gesetz, das zum Jahreswechsel in Kraft tritt, will die Regierung die Renten auf dem heutigen Niveau sichern und die Altersarmut bekämpfen.

Vorstandsvorsitzende Annelie Buntenbach bestätigte Informationen von Beginn der Woche über die anstehende Rentenerhöhung. Deshalb gab Buntenbach zugleich einen Korridor an: Demnach steigen die Renten im Westen 2019 um 3 bis 3,5 Prozent. Im Osten sollen sie um 0,7 Prozentpunkte zulegen.

Entscheidend für die Erhöhung ist die maßgebliche Lohnentwicklung diesen Jahres. Bei einer Rente von 1000 Euro ist also mit 30 bis 35 beziehungsweise 37 bis 42 Euro mehr zu rechnen.

Das Rentenpaket der Bundesregierung, kostet laut Buntenbach im kommenden Jahr 4,1 Milliarden Euro. Vorgesehen ist auch eine Ausweitung der Mütterrente.

Rentenexperten veranschlagen die Mehrkosten ab 2030 auf über 40 Milliarden Euro jährlich.

Hauptgrund ist, dass die trotz erwarteter Dämpfung gute Konjunktur der Rentenkasse Rekordeinnahmen bringt.

Eine von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission arbeitet derzeit an Vorschlägen. Bereits 2017 erzielte die Rentenversicherung bei Einnahmen von knapp 294 Milliarden Euro einen Überschuss von 500 Millionen Euro. Es sieht unter anderem vor, dass das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent bis 2025 stabilisiert werden soll. Die Kosten liegen bis 2025 bei etwa 31 Milliarden Euro. Die Anhebung der Mütterrente betrifft knapp zehn Millionen Rentnerinnen, die pro Kind 16,02 Euro (Westen) beziehungsweise 15,35 Euro (Osten) im Monat mehr bekommen. Neue Frührentner werden dann bei der Berechnung der sogenannten Erwerbsminderungsrente so behandelt, als hätten sie bis zum regulären Renteneintrittsalter gearbeitet. Die FDP findet das Paket zu teuer. Ihr Rentenexperte Johannes Vogel sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Große Koalition legitimiert ihr Rentenpaket fortwährend mit der Angst, dass die Renten sinken würden - dabei ist das Gegenteil der Fall". Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall forderte die Abgeordneten sogar zu einem Nein auf, weil viel Geld von jung zu alt umverteilt werde. Wer heute schon in Frührente sei, gehe leer aus, kritisierte der Renten-Experte der Linken, Matthias W. Birkwald. Zudem hatte Gröhe wieder ein höheres Rentenalter ins Gespräch gebracht.

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