USA stark, Heimat stabil: Deutsche Telekom hebt Prognosen erneut an

Telekommunikation

"Es geht in allen Bereichen des Konzerns bergauf", sagte Telekom-Chef Tim Höttges am Donnerstag.

Das US-Geschäft, das im abgelaufenen Quartal mit einem Rekordumsatz auftrumpfte, trägt fast die Hälfte zu den Konzernerlösen der Bonner bei. Das bereinigte EBITDA stieg um 2,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. "Wir schaffen es deshalb, die Latte wieder ein Stückchen höher zu legen", begründete Höttges die Anhebung der Prognose. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal konzernweit um 4,7 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um 8,5 Prozent auf 6,21 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz von T-Systems um 2,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, während das bereinigte EBITDA mit 139 Millionen Euro 6,1 Prozent besser als im Vorjahr ausfiel. Die Erwartungen für das dritte Quartal wurden übertroffen.

Weiterhin als Basis des Erfolgs in Deutschland beschreibt die Telekom den Netzausbau. Und T-Mobile US holt gerade mit der Übernahme des kleineren Konkurrenten Sprint zum Großangriff auf die US-amerikanischen Platzhirsche Verizon und AT&T aus. Demnach lag die Zahl der Glasfaserkunden Ende September bei 11,6 Millionen und damit 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Organisch legte das bereinigte EBITDA um 8,1 Prozent zu.

Unter dem Strich verdiente die Telekom von Juli bis September 1,1 Milliarden Euro doppelt so viel wie vor einem Jahr. Damals hatte unter anderem eine Wertminderung auf den Goodwill im Systemgeschäft auf dem Nachsteuergewinn gelastet. Die Umsätze mit Mobilfunk-Dienstleistungen stiegen im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent, wenn Regulierungseinschnitte herausgerechnet werden.

Die Telekom investierte weiter stark für den Netzausbau in Deutschland im Bereich FTTC (Fiber To The Curg): An 75 Prozent der Festnetzanschlüsse des Konzerns könne nun Vectoring und teilweise auch FTTH (Fiber To The Home) angeboten werden. Das entspricht einem Anstieg um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In den USA gewinnt die Telekom weiter viele neue Kunden und verdient immer mehr. Vor einem Jahr waren es noch 40 Prozent gewesen, und im Vorquartal 45 Prozent. Analysten hatten der Telekom ein bereinigtes EBITDA von durchschnittlich 6 Milliarden Euro zugetraut. Bei den Service-Umsätzen ergab sich ein Plus von 5,9 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Das sind 400 Millionen Euro mehr als noch zum Jahresstart prognostiziert wurden.

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