Frankreich fordert 1,6 Milliarden Euro von UBS

Staatsanwalt fordert Milliarden von der UBS

Nach dem Willen der Anklage soll das Geldhaus eine empfindliche Strafe treffen: Der Pariser Staatsanwalt hat eine Rekordstrafe von 3,7 Milliarden Euro gefordert. Ausserdem sollen gegenwärtige und frühere Mitarbeiter ins Gefängnis. Die Bank soll vermögenden Franzosen geholfen haben, Milliardenbeträge vor dem Finanzamt zu verstecken. "Steuerbetrug ist nichts anderes als ein Diebstahl zum Nachteil der Gemeinschaft", sagte Staatsanwalt Eric Russo nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Banken verdienten es daher, strafrechtlich verfolgt und bestraft zu werden. Die Strafe gegen Banken müsse so hoch ausfallen wie der Schaden, welcher der Gesellschaft entstanden sei.

Die Anklage forderte zudem für sechs gegenwärtige und frühere UBS-Manager bedingte Gefängnisstrafen von sechs bis 24 Monaten sowie Geldstrafen von 50'000 bis 500'000 Euro. Der Anwalt des französischen Staats, Xavier Normand-Bodard, warf der UBS vor, unter dem Siegel des Bankgeheimnisses vorgegeben zu haben, nichts von den Vorgängen gewusst zu haben. Die Kunden seien an Empfängen, Jagdgesellschaften oder an Sportanlässen angesprochen worden, um sie von der Eröffnung von Schwarzgeld-Konten in der Schweiz zu überzeugen.

Die Grossbank soll französische Kunden dazu angestiftet haben, mehr als zehn Milliarden Euro am Fiskus vorbei zu schmuggeln. Die UBS weist den Vorwurf illegaler Geschäfte zurück. Diese haben laut der UBS zu keinem Zeitpunkt Beweise für ihre Anschuldigungen vorgelegt und seien vor Gericht nicht einmal angehört worden. Am Montag beginnen die Plädoyers der Verteidigung. Die UBS werde sich dort mit faktischen und juristischen Argumenten zur Wehr setzen.

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