Grünes Licht für Fusion von Karstadt und Kaufhof - Wirtschaft

Warenhausketten Karstadt und Kaufhof

"Wir haben das Vorhaben intensiv geprüft". So ungefähr lässt sich das Statement des Bundeskartellamts zum geplanten Zusammengehen der beiden Warenhausketten zusammenfassen.

Essen/Bonn. Die Entscheidung, ob Karstadt und Kaufhof fusionieren dürfen, könnte unmittelbar bevorstehen.

Das Bundeskartellamt hat die Fusion der Warenhäuser Karstadt und Kaufhof genehmigt. Europaweit wird es 243 Standorte mit 32.000 Mitarbeitern geben.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden nach Angaben des BKartA rund 100 Handelsunternehmen und Lieferanten, darunter die größten Online-Händler und stationären Händler in Deutschland, befragt. "Weder aus der Perspektive der Verbraucher, noch aus Sicht der Hersteller und Lieferanten gab es durchschlagende wettbewerbliche Bedenken", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

Wettbewerbshüter haben keine Bedenken gegen den Zusammenschluss der Warenhausriesen. Damit wollen die beiden Warenhäuser ihre Zukunft sichern, vor allem im harten Wettbewerb mit dem Onlinehandel. Besonders in der Kaufhof-Belegschaft geht die Sorge um, dass es zu zahlreichen Stellenstreichungen kommen wird.

Der Kaufhofeigentümer HBC betonte nach der Kartellamtsentscheidung, der Zusammenschluss schaffe "für beide Unternehmen die Voraussetzungen, das Geschäft zu stärken und die Herausforderungen im deutschen Einzelhandel zu meistern". Karstadt-Eigner Benko hat indes Spekulationen über einen massiven Stellenabbau bei Kaufhof zurückgewiesen. Unter dem Dach der neuen Holding werden nicht nur die deutschen Kaufhof- und Karstadt-Filialen vereint, sondern auch die Karstadt-Sporthäuser, die europäischen Filialen der Outlet-Kette Saks Off 5th, die Galeria-Inno-Kaufhäuser in Belgien, die erst kürzlich gegründeten Hudson's-Bay-Warenhäuser in den Niederlanden sowie eine Reihe von Internet-Anbietern.

Offiziell ist von einer "Fusion unter Gleichen" die Rede.

Geleitet werden soll das zusammengeschlossene Unternehmen von Karstadt-Chef Stephan Fanderl.

HBC hatte Kaufhof im Oktober 2015 übernommen. Schon im Zuge der Verhandlungen über den neuen Warenhauskonzern sickerte durch, dass im gesamten Filialnetz zunächst nur drei bis fünf Standorte vor der Auslese stehen.

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