Nach Mitarbeiter-Protesten - Google ändert Umgang mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung

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Google ändert nach Mitarbeiterprotesten seine Firmenpolitik zum Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung.

In den letzten Tagen musste sich Google-CEO Sundar Pichai mit einer Thematik beschäftigen, das leider in vielen Unternehmen und Einrichtungen aller Größen und rund um den Globus bekannt ist und erst in den letzten Jahren aktiver angesprochen und gewissermaßen "bekämpft" wird: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. "Es ist klar, dass wir einige Veränderungen vornehmen müssen", wird Pichai zitiert. So hatten zahlreiche Mitarbeiter vor kurzem ihre Arbeit aus Protest gegen den Umgang mit derartigen Fällen auf Seiten des Managements vorrübergehend niedergelegt.

"Wir räumen ein, dass wir in der Vergangenheit nicht alles richtig hinbekommen haben, und das tut uns aufrichtig leid", erklärte Pichai in der E-Mail, die am Donnerstag an die Nachrichtenagentur AFP weitergeleitet wurde. Außerdem sollen die Betroffenen von dem Unternehmen "besser unterstützt" werden. Zu den Maßnahmen zählten, die Mitarbeiter künftig selbst entscheiden zu lassen, ob Fälle von sexueller Belästigung vor privaten Schiedsgerichten ausgetragen werden. Darin sollen neben Anzahl und Art der Fälle die ergriffenen Disziplinarmaßnahmen gegenüber Tätern sowie Begründungen aufgeführt werden, warum keine Maßnahmen, wie beispielsweise eine Kündigung, ergriffen wurden. Dazu werde es eine optionale Anlaufstelle zur Beratung und zu weiteren Hilfestellungen geben, etwa wenn eine Abwesenheit vom Arbeitsplatz notwendig sein sollte. Gegen dieses Thema sind nach den Neuigkeiten mehr als 20.000 Mitarbeiter des Unternehmens auf die Straße gegangen und haben protestiert.

Alle Details dazu findet ihr in dem Post im Google Blog. Wir werden die Prozesse verbessern, mit denen wir Beschwerden und Bedenken behandeln, einschließlich der Möglichkeit, dass Googler von einem Kollegen unterstützend begleitet werden können. Von dem Angebot sollen nicht nur die bei Google festangestellten Arbeitnehmer sondern auch freie Mitarbeiter und Angestellte von Zulieferunternehmen profitieren.

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