Sechs Palästinenser und ein Israeli im Gazastreifen getötet

Mehrere Menschen verlieren ihr Leben.

Der Vorfall schürt nun Befürchtungen, dass sich der Konflikt zwischen Israel und der Hamas wieder erhitzen könnte.

Luftangriffe auf die Palästinenserenklave sowie Raketenbeschuss durch die militante Palästinenser auf angrenzende Ortschaften in Israel gibt es häufig. Israels Regierungschef Netanjahu bricht seinen Frankreich-Besuch vorzeitig ab.

Nach palästinensischen Angaben wurden sechs Palästinenser getötet, darunter ein Anführer der Ezzedin-al-Kassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der radikalislamischen Hamas. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten teilte mit, Benjamin Netanyahu habe angesichts der Sicherheitslage im Süden einen Besuch bei den Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs in Frankreich verkürzt.

Beim Einsatz einer Spezialeinheit im Gazastreifen sind am Sonntagabend sieben Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden, ein weiterer wurde verletzt.

Die Spezialeinheit soll dort einen Hamas-Kommandeur getötet haben, woraufhin es zu einem Schusswechsel gekommen sei. Anschließend hätten israelische Kampfjets die Gegend beschossen, um den Elitesoldaten den Rückzug zu ermöglichen. Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, es seien dabei etwa 40 israelische Raketen abgefeuert worden.

Der getötete Kommandeur zeichnete palästinensischen Angaben zufolge verantwortlich für eine ganze Reihe gewalttätiger Aktionen. Die israelische Armee teilte in der Nacht zum Montag mit, es sei in der Nähe von Chan Junis zu einem Schusswechsel gekommen. Das Militär betonte, entgegen Gerüchten seien bei dem Vorfall keine israelischen Soldaten entführt worden. In israelischen Grenzorten wurde Raketenalarm ausgelöst. Drei davon seien von dem Abwehrsystem "Iron Dome" (Eisenkuppel) abgefangen worden, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der seit mehr als einem Jahrzehnt herrschenden Gaza-Blockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören. Die Hamas ruft immer wieder zu Protesten an der Grenze auf, nutzt diese dann als Schutzschild für Angriffe auf israelische Soldaten oder Zivilisten. Ein israelischer Soldat wurde an der Grenze zum Gazastreifen getötet, mit dem Gefecht vom Sonntag stieg die Zahl der getöteten israelischen Soldaten auf zwei. Am Donnerstag hatte Israel Gesandten aus Katar nach Medienberichten erlaubt, Koffer mit Bargeld in Höhe von 15 Millionen Dollar (13 Millionen Euro) in den Gazastreifen zu bringen.

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