Unbezahlte Rechnungen - Zahl der Stromsperren steigt

Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn in ihrer abgedunkelten Wohnung

Die Bayern zeigen sich im Bundesvergleich aber als besonders zuverlässig.

Ein Versorgungsunternehmen darf den Strom sperren, wenn der Kunde mit mindestens 100 Euro in Zahlungsverzug ist und nachdem er eine Mahnung mit der Androhung einer Sperrung erhalten hat. Ob die Zahl der Stromsperren im vergangenen Jahr gestiegen oder gesunken ist, bleibt offen, weil Länderdaten erstmals aufgeschlüsselt wurden. Hier drehten die Versorger 0,36 Prozent der Haushalte den Strom ab.

Hunderttausende Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, ihre Stromkosten zu begleichen. Die meisten Sperren gab es mit rund 98.000 in Nordrhein-Westfalen.

Damit waren knapp 0,9 Prozent der Haushalte im Land zeitweise ohne Strom.

Eine Stromsperre angedroht haben die Versorger im vergangenen Jahr gut 4,8 Millionen säumigen Zahlern. Gut 7 Prozent von ihnen wurde der Strom dann tatsächlich abgestellt. "Es besteht die Vermutung, dass eine Sperrandrohung in vielen Fällen zu einer Zahlung führt", heißt es in dem Bericht.

Ob es im Vergleich zum Vorjahr zu mehr Stromsperren kam, ist allerdings nicht bekann, denn die Bundesnetzagentur erhebt Daten dieser Art zum ersten Mal.

Wer bei seinem Stromanbieter mit mindestens 100 Euro in Zahlungsverzug ist, muss damit rechnen, dass ihm der Strom abgestellt wird. Bevor eine Sperrung in Kraft tritt, wird allerdings noch eine Mahnung verschickt. Die Zahl der Wechsler, die sich ohne Umzug einen neuen Versorger suchten, sank sogar um 70.000 auf 3,5 Millionen. Noch immer werden mehr als zwei Drittel der Haushalte vom örtlichen Grundversorger beliefert.

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