Starker Kaffee schützt das Gehirn vor Krankheiten

Starker Kaffee schützt das Gehirn vor Krankheiten

Er weckt Energien, motiviert und regt an. Umso stärker die Kaffeesorte geröstet wurde, desto positiver war der Effekt an sogenannten Phenylindane-Verbindungen, die sich schützend auf das Gehirn auswirken.

Erst vor kurzem berichteten wir über eine Forscherin, die den Zusammenhang zwischen diesen Proteinen, Herpes und Alzheimer wissenschaftlich untersucht hatte.

Die leitenden Forscher fokussierten sich auf eine spezifische Gruppe an Inhaltsstoffen, die Phenylindane genannt werden, und als Resultat des Röstungsprozesses von Kaffeebohnen entstehen.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal "Frontiers in Neuroscience" veröffentlicht.

Ist Kaffee gesund oder gesundheitsschädlich? Mit dieser Frage setzen sich in den letzten Jahren zahlreiche Studien auseinander. Früher wurde Kaffee eher als ungesund betrachtet, da ihm ein dehydrierender Effekt nachgesagt wurde, der mittlerweile als widerlegt gilt.

Je mehr Kaffee, desto gesünder?

Er wirkt beruhigend sowie aufputschend zugleich und soll Diabetes Typ II und Herzkrankheiten vorbeugen.

Der Konsum von Kaffee macht nicht nur wach, sondern könnte vor Alzheimer und Parkinson schützen beziehungsweise das Risiko für diese neurodegenerativen Erkrankungen senken.

Doch Obacht: Zu viel Kaffee kann zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Doch wie unterstützt das beliebte Heißgetränk die kognitive Funktion? Dabei stellte das Team fest, dass die stark gerösteten Sorten, unabhängig vom Koffein, eine stärkere Schutzwirkung entfalten. In weiteren Tests kristallisierten sich eine Reihe von Verbindungen, die sogenannten Phenylindane, als verantwortlich für den positiven Effekt heraus.

Wie schützen die Röstverbindungen unser Gehirn?

Die entstandene Röstverbindung sorgt laut der Forscher dafür, dass sich im Gehirn weniger giftige Proteine verbinden können.

Beta-Amyloid und Tau sind Proteine, die sich bei Alzheimer und Parkinson im Gehirn ablagern und dort Plaques bilden.

Wie das Forscherteam betont, ist insbesondere eine lange Röstzeit für die Bildung der schützenden Röstverbindungen verantwortlich. Dieser erfordere keine Synthese im Labor und macht den Wirkstoff so unkompliziert herstellbar und breit zugänglich.

"In der Studie sollte gezeigt werden, dass es Bestandteile im Kaffee gibt, die zur Abwehr des kognitiven Verfalls von Nutzen sind", erläutert der Wissenschaftler Dr. Ross Mancini in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen.

Ist Kaffee jetzt ein Heilmittel für Demenz?

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