Ennio Morricone: Playboy-Autor entschuldigt sich

Morricone Tarantino

Das Interview in der deutschen Dezember-Ausgabe des US-Magazins sorgte gestern für mediales Aufsehen, weil dort u.a. zu lesen ist, dass Morricone den "The Hateful Eight"-Regisseur Quentin Tarantino einen "Kretin" und "Chaoten" nennt".

General Entertainment präzisiert in der Erklärung die Umstände des Interviews; demnach waren am 30. Juni auch zwei Vertreterinnen von Morricones Konzertagenturen sowie eine Übersetzerin dabei. "Er redet, ohne zu überlegen, er macht alles auf den letzten Drücker, hat kein Konzept".

Am Dienstag stellte sich heraus, dass das Gespräch in Teilen offenbar "nicht korrekt wiedergegeben war", so "Playboy"-Chefredakteur Florian Boitin".

Morricone hatte sich gegen die Veröffentlichung verwahrt und rechtliche Schritte gegen den Burda-Verlag angekündigt. "Wir bedauern, wenn Herr Morricone dadurch in ein falsches Licht gerückt worden sein sollte".

Ich schätze Tarantino als einen großartigen Regisseur. An Morricones Vorwurf der Fälschung scheint etwas dran zu sein.

Boitin teilte am Mittwochnachmittag im Sondernewsletter mit, dass der Autor in einem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, Ennio Morricone dafür um Entschuldigung bittet, sich in der für "Playboy" angefertigten finalen Interview-Fassung nicht an das tatsächlich Gesagte gehalten zu haben, sondern dem Interview anderweitig getroffene Aussagen hinzugefügt zu haben.

Am Mittwoch nun hat seine Agentur laut Meedia.de ein Entschuldigungsschreiben des Interviewers veröffentlicht, der zugibt, das Interview verfälscht zu haben.

"Der freie Autor, der das Interview mit Ennio Morricone für uns geführt hat, war uns bislang als renommierter Print- und Hörfunkjournalist bekannt".

"Ich habe allerhöchste Hochachtung vor Ennio Morricone und seinem musikalischen Lebenswerk".

Der "Playboy" hat erklärt, den Autor des Interviews wegen Betrugs anzuzeigen.

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