Fall Khashoggi: Saudi-Justiz fordert Todesstrafe für Verdächtige

Im Fall des getöteten regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die US-Regierung Sanktionen gegen 17 Staatsbürger des Landes verhängt. Darunter sind der saudische Generalkonsul in Istanbul, Mohammed al-Otaibi, und die Angehörigen eines Teams, das für den Tod Khashoggis in der diplomatischen Vertretung verantwortlich gemacht wird, wie das US-Finanzministerium am Donnerstag mitteilte.

Unterdessen hat die amerikanische Regierung Sanktionen gegen 17 Saudiarabier verhängt. Sie seien "an der abscheulichen Tötung von Jamal Khashoggi" beteiligt gewesen, teilte US-Finanzminister Steven Mnuchin mit.

Es ist das erste Mal, dass sich offizielle Stellen in Riad zu den Umständen von Khashoggis Tod äußern. Kronprinz Mohammed bin Salman (33) habe keine Kenntnis davon gehabt.

Das Finanzministerium teilte mit, die Operation zur Tötung Khashoggis sei von al-Kahtanis Untergebenem, Maher Mutreb, koordiniert und ausgeführt worden. Involviert sei außerdem ein Team von 14 weiteren Saudis gewesen. So werden alle Vermögenswerte der Personen in den Vereinigten Staaten eingefroren, Amerikaner dürfen mit ihnen keine Geschäfte mehr machen. Auf US-Präsident Donald Trump war zunehmender Druck ausgeübt worden, im Fall Khashoggi Sanktionen auszusprechen.

Ein Mordkommando soll den Journalisten Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul erwürgt, seine Leiche zerstückelt und anschließend in Säure aufgelöst haben.

Der Sprecher Schaalan al-Schaalan wies die Hauptverantwortung für die Tötung Khashoggis dem "Leiter des Verhandlungsteams" zu, das für den Einsatz nach Istanbul geflogen war: Dieser habe den Befehl zur Tötung Khashoggis erteilt. Ankara hatte die Geheimdienstinformationen - darunter Audioaufnahmen -unter anderem mit Deutschland geteilt. Aussenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Donnerstag, die Stellungnahme des saudischen Generalstaatsanwalts sei "nicht zufriedenstellend" gewesen. Das wurde bei einer Pressekonferenz in Riad verkündet. Insgesamt seien elf Männer angeklagt. Saudi-Arabien hatte ursprünglich 18 Menschen in Gewahrsam nehmen lassen. Ausserdem meldete er Zweifel an Riads Darstellung an, dass Khashoggi getötet worden sei, nachdem er sich geweigert habe, mit nach Saudi-Arabien zu reisen. Es sei eigens dafür Personal und Ausrüstung in die Türkei gebracht worden. Er habe daraufhin Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan informiert.

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