Nach Gruevskis Flucht: Festnahmen in Skopje

Nach Gruevskis Flucht: Festnahmen in Skopje

Wegen seiner Verdienste bei der Schließung der Balkanroute konnte sich der völlig diskreditierte Ex-Premier jedoch auch nach seinem Abtritt zunächst weiter der Rückendeckung konservativer EU-Politiker - vor allem in Österreich und Ungarn - sicher sein.

Skopje/Budapest - Nach der überraschenden Flucht des mazedonischen Ex-Regierungschefs Nikola Gruevski ins EU-Land Ungarn haben die Behörden in Skopje zwei Mitglieder seiner damaligen Führung festgenommen.

Das mazedonische Innenministerium hatte Gruevski am Vortag zur Fahndung ausgeschrieben. Die ungarischen Behörden bestätigten Gruevski Angaben am Dienstag zunächst nicht. Anfang 2015 brachten der Opposition zugespielte Mitschnitte abgehörter Telefonate von Regierungsmitgliedern den gewieften Strippenzieher ins Straucheln: Die Aufnahmen enthüllten erschütternde Abgründe des von seiner Regierung orchestrierten Machtmissbrauchs und Wahlmanipulationen. Weitere Verfahren wegen Korruption und Amtsmissbrauchs stehen an.

Gruevski war von 2006 bis 2016 der am Ende autoritär regierende Ministerpräsident des kleinen Balkan-Landes gewesen. Derzeit ist er sogar noch Parlamentsabgeordneter seiner Partei. Ein Versuch der Regierungsmehrheit, ihm das Parlamentsmandat zu entziehen, scheiterte letzte Woche am Fehlen der dafür nötigen Zweidrittelmehrheit.

Der rechts-nationale ungarische Ministerpräsident Viktor Orbàn pflegte sehr freundschaftliche Beziehungen mit ihm. Orban nahe stehende Oligarchen hatten zuletzt Beteiligungen an Medienunternehmen der VMRO-DPMNE übernommen. Ungarische Medien spekulierten am Dienstag, dass ihm Orbàn ausdrücklich Asyl angeboten habe. Sollte er in Ungarn sein, werde man seine Auslieferung verlangen. Da er wegen der gegen ihn angelaufenen Strafprozesse keinen Reisepass mehr hat, hätte Gruevski nicht auf legale Weise in Ungarn einreisen können, sagen Oppositionspolitiker in Budapest. Mazedonische Medien hatten im Frühjahr festgestellt, dass der nationalkonservative Politiker bis zu 20 Jahre im Gefängnis verbringen könnte, sollte er in all diesen Prozessen verurteilt werden.

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