Trauer um Olsenbande-Benny: Morten Grunwald ist an Lungenkrebs gestorben

Er wurde 83 Jahre alt.

Der dänische Schauspieler Morten Grunwald starb vergangenen Mittwoch an Lungenkrebs. Das teilte seine Familie der dänischen Zeitung "Politiken" mit.

"Das war unerhört, so was machte man nicht", erinnert sich Morten Grunwald in seiner Autobiografie "Meine Tage in gelben Socken", in der er, nach dem Tod von Ove Sprogøe alias Egon und Poul Bundgaard alias Kjeld das letzte lebende Bandenmitglied, lustige und tragische Anekdoten, kurze Begebenheiten am Rande der Dreharbeiten und Geschichten aus dem Nähkästchen der Olsenbande aneinanderreihte.

Damit ist auch der letzte des Olsen-Trios gestorben. Erst im vergangenen Jahr hatte er seine Karriere beendet und konnte auf eine Vielzahl von Preisen zurückblicken, die er im Laufe der Jahre gewonnen hatte. Wohl auch deshalb sei die Olsenbande in der DDR so beliebt gewesen. Besonders an der Rolle war Bennys große Klappe. Und er hat sie geliebt.

Das ist etwas, worüber ich sehr glücklich war und ich bin dankbar und stolz, daran beteiligt gewesen zu sein. Grunwald war erst mit Mitte 20 an die Schauspielschule des Königlichen Theaters in Kopenhagen gekommen. 1968 wurde er mit dem ersten Olsenbande-Film international bekannt.

Sich aus der Branche zurückzuziehen, fiel ihm schwer. Eine Strahlentherapie soll er zuletzt abgelehnt haben. "Ich hatte ein langes und gutes Leben". Hier spielte er den Benny mit kariertem Sakko, gelben Socken und dem tänzelnden Gang, dessen Markenzeichen in der deutschen Version der Spruch "Mächtig gewaltig!" war. "Die Olsenbande kommt nach Potsdam" im Potsdamer Filmmuseum.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 15. November 2018 um 17:25 Uhr.

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