Aufsichtratssitzung - VW investiert 44 Milliarden Euro in E-Autos und Digitales

Herbert Diess VW CEO Quelle AP

Der Konzern-Aufsichtsrat beschloss am Freitag in Wolfsburg, in den kommenden fünf Jahren knapp 44 Milliarden Euro in die Zukunftsfelder E-Mobilität, autonomes Fahren und Internet-Dienste zu investieren. Für die letzte Fünf-Jahres-Periode 2018 bis 2022 hatte die Summe noch 34 Milliarden Euro betragen.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte: "Ich bin besonders stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Elektromobilität zu großen Teilen hierzulande in unseren Werken anzusiedeln". Die Werke Emden und Hannover werden zu reinen E-Auto-Standorten umgerüstet.

Das 20-köpfige Gremium soll grünes Licht für den Plan von Konzernchef Herbert Diess geben, in Deutschland in den nächsten Jahren drei Fahrzeugwerke auf die Produktion von rein batteriegetriebenen Autos umzustellen. Im Schnitt wolle Volkswagen über den Zeitraum der Umstellung auf E-Autos bis Mitte des kommenden Jahrzehnts eine operative Rendite von sieben Prozent weitgehend halten.

"Wir werden günstiger sein als Tesla", verspricht Konzern-Chef Herbert Diess. Voraussichtlich ab 2021 will VW die maximale Produktionskapazität von 1500 Autos pro Tag erreichen. Schon aus Gründen der Versorgungen mit den entsprechende Komponenten. In Zwickau entsteht eine Fabrik, die ausschließlich E-Autos bauen wird.

Der Passat, der bislang in Emden gebaut wird, soll künftig in Osteuropa gebaut werden.

Der Konzern will auch sein China-Geschäft neu aufstellen und in dem Land weitere Milliarden investieren. "Dafür muss das Unternehmen effizienter, produktiver und profitabler werden", sagte Diess.

Dazu gehört auch, dass die Wolfsburger künftig verstärkt Fahrzeuge mehrerer Konzernmarken in einem Werk produzieren. Die Fertigung soll in ein Skoda-Werk in Tschechien verlagert werden. Ein Standort für eine solche Mehrmarkenfabrik wird noch gesucht.

Die Wertschöpfungstiefe bei Elektroautos sind im Durchschnitt 30 Prozent geringer als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Für die Standorte Hannover und Emden wurden zudem Vereinbarungen beschlossen, die eine Jobgarantie für die Beschäftigten bis 2028 vorsehen.

E-Autos sollen bis 2025 ein Fünftel der westeuropäischen Produktion ausmachen.

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