VW investiert 44 Milliarden Euro in E-Mobilität und autonomes Fahren

Ministerpräsident Stephan Weil VW-Chef Herbert Diess Aufsichtsratsvorsitzender Hans Dieter Pötsch und Bernd Osterloh Betriebsratsvorsitzender

Volkswagen will den Rückstand bei Elektroautos und Mobilitätsdienstleistungen schnell aufholen und bis Ende 2023 knapp 44 Milliarden Euro in die Entwicklung von Batterieautos, autonom fahrende Wagen und die Digitalisierung der Fahrzeuge investieren.

Der Konzern will auch sein China-Geschäft neu aufstellen und in dem Land weitere Milliarden investieren. Auf E-Autos ausgerichtet werden sollen bald auch die Werke Emden und Hannover, wobei in Hannover parallel Verbrenner gefertigt werden. In Hannover soll ab 2022 der elektrische Bulli-Nachfolger ID Buzz montiert werden. Zuvor hatte der VW-Aufsichtsrat in Wolfsburg getagt und den Plänen zugestimmt. Die Beschäftigten in Emden und Hannover bekommen Kündigungsschutz bis 2028. Die Produktion von Modellen mit Batterieantrieb soll in diesem Zeitraum von sechs auf mehr als 50 gesteigert werden. Sein E-Auto-Konzept soll am Freitag vom Aufsichtsrat gebilligt werden. Voraussichtlich ab 2021 will VW die maximale Produktionskapazität von 1500 Autos pro Tag erreichen.

Die Umstellung auf die weniger komplexe Elektromotoren wird Arbeitsplätze kosten. Stattdessen soll ihnen angeboten werden, an andere Standorte des Konzerns umzusiedeln, teilte das Unternehmen mit. Die Stammbelegschaft soll durch Altersteilzeit reduziert werden.

Die VW-Passat-Fertigung soll von Deutschland ins tschechische Skoda-Werk Kvasiny abwandern. Für eine neue Fabrik in Osteuropa, in der für Skoda und Seat produziert werden soll, sucht Volkswagen derzeit noch einen geeigneten Standort.

Der dieselgeplagte Autohersteller will bei Öko-Fahrzeugen weltweit führend werden. Dort soll Ende nächsten Jahres die Produktion des kompakten I.D. Neo anlaufen. "Es ist sinnvoll, die Produktion von Elektroautos zu bündeln und auch geographisch zusammenzulegen", erklärte Diess.

Der Konzernchef konnte seine eigene Macht im Unternehmen deutlich ausbauen: Der Aufsichtsrat beschloss, ihm ab Mitte Jänner die Verantwortung über den wichtigsten Automarkt China zu übertragen. Im Plan für die vergangenen fünf Jahre waren für die Zukunftstechnologien 34 Milliarden Euro bereitgestellt worden.

Related:

Comments

Latest news

Komplettpaket: Netflix und Sky starten gemeinsames Angebot
Dann gelten die Standardpreise von Netflix . "Unser Ziel ist, Sky-Kunden das beste Fernseherlebnis anzubieten". Zudem können sich bestehende Netflix-Kunden jederzeit ohne ein "Entertainment Plus"-Abo auf Sky Q einloggen".

Eurojackpot: Hessen und Niedersachsen gewinnen in Lotterie | Welt
Zum nun sechsten Mal ist der Eurojackpot auf die gesetzlich festgelegte Obergrenze von 90 Millionen Euro angewachsen. Gleich fünf Glückspilze knackten den mit 90 Millionen Euro maximal gefüllten Jackpot der obersten Klasse.

Schwanger: Sorge um schwangere Amy Schumer: Sie liegt im Krankenhaus!
Und liefert auch gleich den Grund mit. "Ich habe Hyperemesis und das ist scheußlich", erklärt Schumer. Auch die britische Herzogin Kate litt bei ihren drei Schwangerschaften unter sehr starker Übelkeit.

Schlager-Sängerin - Marianne Rosenberg nach schwerem Autounfall in Notaufnahme gebracht
Klöckner wollte nicht verraten, welche Verletzungen Marianne Rosenberg bei dem schweren Unfall erlitten hat. Ihr Auftritt am Samstagabend bei der "Schlagernacht des Jahres" wurde abgesagt.

Nations League: Deutschland steigt aus Spitzengruppe ab
Zum Abschluss der Nations League trifft Liechtenstein am Montag, erneut in Vaduz, auf Armenien. Löw hatte schon vor der Partie betont, dass ein Abstieg für ihn "kein Weltuntergang " wäre.

Other news