Zwischen Skandal und Zukunft: VW setzt auf Elektromobilität | Wirtschaft

Ministerpräsident Stephan Weil VW-Chef Herbert Diess Aufsichtsratsvorsitzender Hans Dieter Pötsch und Bernd Osterloh Betriebsratsvorsitzender

Volkswagen will nach dem Start seiner vollelektrischen ID-Modellfamilie zusätzlich einen E-Kleinwagen auf den Markt bringen. "Mit Zwickau, Emden und Hannover werden wir drei Standorte auf unsere Elektrifizierungsstrategie ausrichten und so eine wesentliche Voraussetzung für den Ausbau unserer E-Flotte und damit für die Erreichung der CO2-Ziele schaffen", sagt Oliver Blume, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG und verantwortlich für den Bereich Konzern-Produktion. Bereits in einem Jahr will VW mit der Produktion eines Elektroautos in Zwickau beginnen. Produziert VW heute sechs Modelle mit Batterieantrieb, sollen es bis 2025 mehr als 50 sein.

Der Diesel-Skandal hat Volkswagen Milliarden gekostet - gleichzeitig steht in der Branche alles auf dem Prüfstand und das Auto wird elektrisch. "Niedersachsen ist Vorreiter beim Umbau der Industrie". Konzernkenner erwarten, dass Diess die Aufsichtsräte auch über den Stand der Gespräche über eine Kooperation mit dem US-Autokonzern Ford unterrichten wird. Weil sprach von einem "großen Wurf" und forderte: "Wir brauchen in der Politik ein Bewusstsein für die Herausforderungen der Autoindustrie". Er begrüßte die Standortvereinbarungen für Emden und Hannover "ausdrücklich". Für die Standorte Hannover und Emden wurden zudem Vereinbarungen beschlossen, die eine Jobgarantie für die Beschäftigten bis 2028 vorsehen. Das bestätigte auch VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Elektromobilität sei weniger komplex und arbeitsintensiv, ein E-Motor bestehe aus 200 Teilen - ein Verbrenner aus 1200. Bis 2020 seien 30 neue Elektroautos geplant.

Die Zusammenführung der Produktion verschiedener Marken ist ein Beispiel für die Strategie von Diess, die einzelnen Marken des Konzerns insgesamt noch enger zusammenzuführen, um so Größenvorteile auszunutzen. Die Marge von sieben Prozent solle gehalten werden. Außerdem ließ Diess durchblicken, dass der Autobauer die Preise erhöhen wird.

Herbert Diess, seit April 2018 im Amt, wird im Konzern noch einflussreicher. Dann wird Jochem Heizmann, derzeit Vorstandsmitglied der Volkswagen Aktiengesellschaft mit der Verantwortung für das China-Geschäft sowie Präsident und CEO der Volkswagen-Gruppe China, in den Ruhestand gehen.

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