Mehr Nachfragen als Grippe-Impfstoff im Saarland

Grippeschutzimpfung

Das Gesundheitsministerium schafft nun Möglichkeiten, um den Engpass auszugleichen. Letzte große Grippewelle hat sensibilisiert Ob es im Lauf der Grippesaison zu einem flächendeckenden Mangel in NRW kommen könnte, lässt sich noch nicht sagen. "Noch haben nicht alle der fünf Hersteller ihre Bestände abverkauft", sagte Institutssprecherin Stöcker. Es gebe aber auch hier keine regionalen Schwerpunkte. Auch in anderen Bundesländern wie Sachsen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen gibt es in einigen Regionen Lieferverzögerungen oder Engpässe, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Auch in Hessen sollen die Vorräte aus einem bestellten Groß-Kontingent des Landesapothekerverbands bald erschöpft sein. Die Nachproduktion durch Pharmakonzerne sei nicht möglich, da diese mindestens sechs Monate dauere. Außerdem können Apotheken und Arztpraxen den Grippeimpfstoff bei Bedarf untereinander austauschen. Das Robert-Koch Institut rät insbesondere Menschen über 60, Schwangeren, chronisch Kranken und medizinischem Personal zu einer Grippeimpfung.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nennt zusätzlich zur Überbevorratung und der höheren Nachfrage eine verspätete Bestellung durch manche Apotheker und Ärzte sowie Direktverträge zwischen Krankenkassen und Apothekern als mögliche Ursachen der Lieferengpässe.

In den einzelnen Bundesländern hat das unterschiedliche Auswirkungen. "Wir gehen davon aus, dass es genügend Impfstoffe gibt", sagt ein Sprecher auf Nachfrage der taz.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind in Deutschland 15,7 Millionen Dosen verfügbar - rund eine Million mehr als im vergangenen Jahr verwendet wurden.

Diese seien lediglich regional schlecht verteilt. Wegen der heftigen Influenza-Welle mit fast 2000 Toten im vergangenen Winter gebe es eine hohe Bereitschaft in der Bevölkerung, sich früh impfen zu lassen, hieß es.

In Thüringen hätten Apotheker in diesem Jahr nicht vorbestellen können, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen. Von fehlendem Impfstoff sei derzeit nichts bekannt.

"Impfstoffdosen können so unbürokratisch in Mangelgebiete abgegeben werden", erklärt der BMG-Sprecher. Das PEI schätzt, dass durch diese Regelung das Problem "sehr schnell gelöst" werden könne.

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