BASF: Chemieriese stoppt TDI-Produktion wegen Niedrigwasser

Das Kraftwerk Nord auf dem Gelände des BASF-Stammwerks in Ludwigshafen

Auf einem historischen Tiefstand befindet sich der Pegel des Rheins. Die folgen bekommt auch die Industrie zu spüren. Dies schränkt den Transport per Schiff ein. Konzernchef Brudermüller stellt Forderungen.

Dienstag, 27.11.2018, 10.23 Uhr: Wegen der Wasserknappheit im Rhein hat der Chemieriese BASF die Produktion des Kunststoffprodukts Toluoldiisocyanat (TDI) in seinem Hauptwerk in Ludwigshafen gestoppt. TDI ist ein wichtiges Zwischenprodukt der Kunststoffindustrie. Obwohl BASF bereits alle Möglichkeiten zur alternativen Versorgung - Pipeline, Lkw und Schiene - ausschöpft, können nicht alle Rohstoffe zum Werk nach Ludwigshafen transportiert werden. Wann die Produktion von TDI wieder angefahren werden kann, hänge von der weiteren Entwicklung des Rheinpegels ab, heißt es in der Mitteilung weiter. BASF transportiert am Stammwerk 40 Prozent der Güter per Schiff. Die TDI-Anlage ist nach einer Panne im vergangenen Jahr erst seit Sommer 2018 wieder in Betrieb. Der Bau des bisher größten Einzelprojekts in der 153-jährigen BASF-Geschichte hatte sich erheblich verzögert und wurde deutlich teurer. "Wenn weniger Wasser reinfließt, darf eben auch nur weniger rausfließen".

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