Unesco - Reggae wird Kulturerbe: Staatenvertreter tanzen spontan zu Marleys Song "One Love"

Der jamaikanische Reggae Musiker Bob Marley während eines Konzertes

Marleys Hymnen machten ihn in den 70er Jahren zum Megastar. Grund zur Freude gibt es aber auch in Polen. Für Fans war das schon immer eine Tatsache, gestern hat Reggae nun auch einen offiziellen Ritterschlag erhalten: Die UN-Kulturorganisation Unesco hat die Musikrichtung zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Jamaika hatte seine Bewerbung damit begründet, der rhythmische Stil mit Wurzeln in den 1960er Jahren spiele eine "Schlüsselrolle" im Leben "der gesamten jamaikanischen Gesellschaft" und insbesondere bei der Gemeinschaft der Rastafari. Doch das täuscht etwas: Themen wie Unterdrückung, soziale Ungleichheit und politische Entfremdung sind zentrale Merkmale der Texte von Reggae-Größen wie Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff. Insgesamt sind der Unesco zufolge diese Woche knapp 50 Kulturformen neu als immaterielles Kulturerbe der Menschheit vorgeschlagen. Er habe "die Identität der Alpenbevölkerung geprägt", die im Laufe der Jahrhunderte empirisches Wissen gesammelt und Praktiken entwickelt hätten, um sich vor Lawinen zu schützen.

Daneben nahm die Unesco-Kommission auch den "Umgang mit der Lawinengefahr" in der Schweiz und in Österreich in die Liste auf.

In die Liste des immateriellen Welterbes wurden nach Mitteilung der deutschen Unesco-Kommission am Donnerstag unter anderem auch das Feldspiel Hurling aus Irland, die Kampfkunst Chidaoba aus Georgien, traditionelle Frühlingsriten der kasachischen Pferdezüchter, die Wallfahrt "La Romeria" aus Mexiko und die Klöppelherstellung aus Slowenien aufgenommen". Auch die spanischen Trommelkonzerte "Tamboradas" gehören dazu, ebenso traditionelles Marionettentheater aus Sri Lanka und das Töpferhandwerk der Frauen in Sejnane (Tunesien). Die jamaikanische Kulturministerin Olivia Grange zeigte sich nach der Sitzung in Port Louis auf Mauritius "sehr glücklich und bewegt", wie sie der Nachrichtenagentur AFP sagte. Am Mittwoch hatte der Ausschuss beschlossen, den Blaudruck - eine auch in Deutschland verwendete jahrhundertealte Technik der Textilveredelung - aufzunehmen.

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