Welt-Aids-Tag: "Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV"

Weinstock Kreis Soest

Unsicherheit über diese Fakten führt nämlich zu Angst, dies zu Misstrauen und schlussendlich Stigmatisierung von HIV-positiven und AIDS-Erkrankten unserer Gesellschaft, welcher wir uns weiter entschlossen entgegenstellen.

Mit HIV zu leben sei heute "etwas ganz Anderes als vor 20 Jahren", erklärt Lange. Es gibt Fortschritte bei der Behandlung, aber immer noch keinen Impfstoff und kein Heilmittel. Vor allem in armen Ländern fehlten kindgerechte Medikamente. Denn oft seien schlicht Unwissenheit und Unsicherheit ursächlich für eine Benachteiligung von HIV-positiven Menschen, erläutert Winfried Holz aus dem Vorstand der AIDS-Hilfe: "Offenheit und Wertschätzung sind eine notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung".

1988 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO erstmals den Welt-Aids-Tag ausgerufen, er findet jedes Jahr am 1. Dezember statt. Dabei, so Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz, könnten sie mit den nötigen Medikamenten "gut leben und alt werden".

Die Losung muss also lauten, mehr potenziell Infizierte dazu zu bewegen, sich in irgendeiner Form auf das Virus testen zu lassen.

Seit Oktober dürfen in Deutschland auch HIV-Heimtests frei verkauft werden.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Deutschlands forderte eine Stärkung der HIV-Prävention. Bei rechtzeitiger Behandlung haben sie eine ähnliche Lebenserwartung wie Gesunde und können in den Bereichen Arbeit, Sexualität und Familie ein quasi normales Leben führen - wenn ihnen nicht Ablehnung und Diskriminierung entgegenschlagen. Eine optimiertere medizinische Versorgung der dort lebenden Menschen und verstärkt auf Prävention ausgerichtete Kampagnen sind weiterhin unerlässlich. Es sei für sie nicht möglich, neben der staatlichen Alterssicherung oder der Riester-Rente eine private Alterssicherung zu erreichen, da private Versicherungen solche Verträge ablehnten. Außerdem gibt es zusätzliche Infos im Internet, etwa unter www.welt-aids-tag.de. Bundesweit leben 86100 Menschen mit HIV (minus 1,6 Prozent), davon sind geschätzte 11 400 noch nicht diagnostiziert, heißt es in einer Pressemitteilung der AH Freiburg. Immerhin: Die Zahl der Neudiagnosen ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts und der Deutschen Aids-Hilfe im vergangenen Jahr zurückgegangen, das sind knapp 13 Prozent weniger als im Jahr davor. "Das Risiko des Mobbings ist zu groß", sagt der 59-jährige Berater, "ich habe in den 18 Jahren, die ich hier berate, keine Hand voll Menschen erlebt, die sich am Arbeitsplatz zu ihrer Erkrankung bekannt haben".

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