"Goldener Windbeutel" für dreisteste Werbelüge für Coca-Cola-Wasser

Negativpreis für Coca-Cola

Organisator Foodwatch wirft dem Unternehmen vor, sein "Smartwater" sei nicht besser als andere Produkte - aber dafür siebenmal so teuer.

Coca-Cola kündigte an, den "Goldenen Windbeutel" nicht anzunehmen.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch kürt mit dem "Goldenen Windbeutel" die "dreisteste Werbelüge". Wichtig sei für den Konzern die Meinung der Verbraucher - und die hätten im vergangenen Jahr zwar 22.500 Anfragen bei der Firma eingereicht, darunter aber nur zehn Fragen zum smartwater.

Smartwater verwendet laut Coca-Cola eine smarte Technologie, mit der dem Wasser bestimmte Mineralsalze hinzugefügt werden. In diesem Jahr auf Platz eins: Coca-Cola.

Nach Angaben von Foodwatch wird beim "Smartwater" Wasser verdampft und wieder aufgefangen. Im Handel koste ein Liter 1,65 Euro - und damit bis zu siebenmal mehr als herkömmliches Mineralwasser.

Coca-Cola hält die Auszeichnung nicht für gerechtfertigt. Die Kennzeichnung sei transparent und entspreche dem Lebensmittelrecht. Grundsätzlich seien unterschiedliche Preise für Produkte nicht nur in der Lebensmittelindustrie gang und gäbe.

Ob Markenware aus dem Supermarkt oder Billigprodukt vom Discounter - muss man in Deutschland wirklich Flaschenwasser kaufen? Fürs gleiche Geld gibt's 200 Liter Leitungswasser.

Außer dem "Smartwater" von Coca-Cola waren noch vier weitere Produkte nominiert. Auf der Liste standen zudem ein Erbseneintopf, ein Ketchup für Kinder und ein Müsliriegel.

Foodwatch hatte Verbraucher aufgerufen, online über die größte Werbelüge abzustimmen.

Zum nunmehr achten Mal hat die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch den Goldenen Windbeutel verliehen.

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