US-Handelsdefizit steigt auf höchsten Stand seit zehn Jahren

Für US-Präsident Donald Trump sind die Zahlen schlechte Nachrichten. Vor allem der Warenverkehr mit China geht zuungunsten der USA aus - mit einem Allzeitrekord. Im Handel mit China ist das amerikanische Defizit im Oktober von 40,2 auf 43,1 Milliarden und damit auf ein Rekordhoch geklettert. Dies dürfte auf Kritik von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung treffen. Mit dem Rest der Welt hätten die Vereinigten Staaten im Oktober ein Handelsdefizit von 55,5 Milliarden US-Dollar verzeichnet, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Es war der fünfte Anstieg in Folge.

Einen Anstieg verzeichnete das Handelsministerium im Oktober auch bei den Autoimporten - sie stiegen mit 31,8 Milliarden Dollar auf den höchsten Monatswert aller Zeiten.

Grund für den Anstieg waren die Importe, die um 0,2 Prozent auf 266,5 Milliarden Dollar zulegten und damit ein Allzeithoch erreichten. Mehr Geld gaben die US-Verbraucher unter anderem für Medikamente und Reisen aus, wobei sie hier vom stärkeren Dollar profitierten. Die US-Exporte fielen insgesamt um 0,1 Prozent auf 211 Milliarden Dollar.

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 55,00 Milliarden Dollar gerechnet. Die zahlreichen Auto-Importe in die USA ärgern Trump ebenfalls. Zurück gingen etwa die Sojabohnen-Exporte aus Amerika.

Entgegen der Ziele von Donald Trump steigt das amerikanische Handelsbilanzdefizit immer weiter. Der Präsident hat mehrfach erklärt, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie der Volksrepublik ausgenutzt. Trump und sein chinesischer Kollegen Xi Jinping hatten am Wochenende beim G20-Gipfel in Buenos Aires vereinbart, die ursprünglich für Anfang Januar angedrohte nächste Runde von Strafzöllen auf Eis zu legen und sich binnen 90 Tagen um eine Lösung des Handelsstreits zu bemühen.

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