"Wie eine Wurzelbehandlung": Til Schweigers neuer Film floppt

Das war ganz anders geplant: Schon während der Dreharbeiten zu seiner Altzheimer-Komödie "Honig im Kopf", so Til Schweiger, sei ihm die Idee zu einer US-Version gekommen. Und auch an den Kinokassen bleibt der erhoffte Erfolg aus.

Til Schweiger hatte große Hoffnung, sein Original aus dem Jahr 2014 noch zu toppen. Das US-Remake seines deutschen Kinohits "Honig im Kopf" versagt in den Staaten auf ganzer Linie. Mehr als sieben Millionen Kinobesucher sahen sich die Tragikomödie bei uns an. Wie Quotenmeter berichtet, wurde "A Head Full of Honey" in vier Kinos auf die Leinwand gebracht, mit der Option, ihn in weitere zu bringen.

Schweiger selbst zumindest war von seiner Arbeit bislang enorm überzeugt. Der Konflikt zwischen den beiden Eltern Nick und Sarah sei allerdings viel stärker. "Da passiert viel mehr als im Original-Film". Vielleicht zu viel fürs US-amerikanische Publikum? Kein geringerer als Nick Nolte spielt darin den Alzheimer-erkrankten Großvater, Matt Dillon und Emily Mortimer sind auch zu sehen. Doch auch das hat nicht geholfen. Der Kritiker attackiert Til Schweiger direkt und spricht von einem "überlangen Durcheinander, das von einem Menschen mit fehlgeleitetem kreativen Instinkten stammt".

Die "New York Times" vermutet, dass der Film in einem Gemüsezerkleinerer entstanden sei, wenn man die bizarre Handlung und die schrillen Darbietungen der Schauspieler betrachte. Das Resultat sei aber "so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung". Tils Remake konnte am ersten Wochenende gerade einmal 10.000 Dollar einspielen, was einen Schnitt von rund 2.500 Dollar pro Kino bedeutet. Ab dem 21. März 2019 können sich die deutschen Kinozuschauer ein eigenes Qualitätsurteil erlauben.

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