Jobabbau geplant: VW will weitere drei Milliarden Euro sparen

Volkswagen will die Kosten bei seiner Kernmarke VW stärker senken als bislang geplant: Insgesamt sollen zusätzliche drei Milliarden Euro bis 2022 eingespart werden, kündigte Finanzvorstand Arno Antlitz an. Davon sollen bis Ende 2018 gut 2,2 Milliarden Euro realisiert sein. Vor drei Jahren basierte etwa ein Fünftel der Modelle auf dem so genannten Modularen Querbaukasten (MQB), 2018 sollen es 60 Prozent sein und 2020 plant VW rund 80 Prozent.

Zugleich wurde damals vereinbart, das Personal an den deutschen Standorten um ein Fünftel beziehungsweise 23.000 Stellen zu senken. Darüber werde mit dem Betriebsrat verhandelt, sagte Antlitz. Das will VW vor allem über natürliche Fluktuation und Altersteilzeit erreichen. Davon sollen allein in die Elektrifizierung der Fahrzeuge mehr als neun Milliarden Euro fließen. Das Renditeziel von mindestens sechs Prozent soll nun um drei Jahre auf 2022 vorgezogen werden. Ein Betriebsratssprecher erklärte, erste Gespräche darüber hätten stattgefunden. Die Wolfsburger wollen so drei Milliarden Euro zusätzlich einsparen.

VW tritt wegen der Elektromobilität noch stärker auf die Kostenbremse und will weitere Milliarden sparen. VW will das Modellportfolio straffen und die Variantenzahl reduzieren. Erreicht werden soll diese Summe unter anderem durch die Steigerung der Produktivität der Werke, Einsparungen im Vertrieb, eine Verringerung der Modellvielfalt und auch durch einen Personalabbau in der Verwaltung. Ein Viertel der Motoren und Getriebe soll aus dem Katalog fallen.

Die Marke hat aktuell nur zwei reine E-Autos im Programm.

Konkret will VW in Europa im kommenden Modelljahr 25 Prozent der Motorgetriebevarianten streichen. Betroffen seien die von den Kunden weniger nachgefragten Modelle. "Wir müssen unser Transformationstempo erhöhen: effizienter und agiler werden", sagte Ralf Brandstätter, der das Tagesgeschäft der Marke leitet.

Bis 2023 will die Hauptmarke des weltgrößten Autokonzerns mehr als elf Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und neue Mobilitätsdienste stecken. In Deutschland werden die Standorte in Zwickau, Emden und Hannover auf den Bau von Elektroautos umgerüstet.

Die Marke Volkswagen verschärft ihren Sparkurs, um die enormen Investitionen in die Elektromobilität zu stemmen.

Auch in China entstehen gerade zwei E-Werke, die 2020 die Produktion aufnehmen sollen. Das ist ein Drittel der Gesamtausgaben für den auf fünf Jahre angelegten Planungszeitraum, den der Aufsichtsrat kürzlich beschlossen hatte.

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