Kunst: Turner-Preis für Charlotte Prodger und ihren iPhone-Film "Bridgit"

Charlotte Prodger Videokünstlerin aus Schottland wurde mit dem Turner Preis ausgezeichnet

Für ihre Werke wurde die Britin jetzt mit dem Turner-Preis für moderne Kunst geehrt.

Ganz aktuell erhielt die Regisseurin Charlotte Prodger für ihren Kurzfilm "Bridgit" den renommierten Turner Prize.

Preisträger der wichtigsten britischen Auszeichnung für moderne Kunst wird am Dienstagabend bekanntgegeben. So nannte er Prodgers Film den "tiefgründigsten Gebrauch eines so alltäglichen Geräts wie der iPhone-Kamera, den wir in der Kunst bisher gesehen haben". Prodger lebt in Glasgow. Ihre Arbeiten präsentierte sie in Einzelausstellungen beispielsweise in New York, London und Düsseldorf.

"Bridgit", ein teilweise autobiografisches Werk, beschäftigt sich unter anderem mit der Identität von Menschen, die sich als queer bezeichnen.

In Bezug auf ihre Entscheidung, ihren Film nur mit dem iPhone zu drehen, erklärte Prodger, dass sich das iPhone als Filmkamera geradezu aufdrängt, da es so einfach ist, mit dem Smartphone zu filmen - insbesondere, wenn man viel unterwegs ist. Außerdem tritt sie selbst an einigen Stellen als Erzählerin auf und lässt Freunde aus Tagebüchern und Romanen von queeren Autoren vorlesen. "Ich wäre nicht in diesem Raum, wenn ich nicht die öffentliche Förderung aus Schottland bekommen hätte", hob Prodger bei der Verleihung hervor. Er ist nach dem englischen Maler William Turner (1775-1851) benannt und wird seit 1984 vergeben. Die anderen Nominierten bekommen jeweils 5000 Pfund.

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