Donald Trump: Ex-Anwalt Cohen liefert "wichtige Information" zu Russland-Affäre

Michael Cohen Ex Anwalt des heutigen US-Präsidenten Trump soll nach Auffassung der Staatsanwalt für längere Zeit ins Gefängnis. /AP

Und er hat offenbar eng mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller zusammengearbeitet.

Im Juni hatte sich Trump bereits in den Vorwahlen der Republikaner als Präsidentschaftskandidat durchgesetzt. Dies ist insofern relevant, als Trump in der Schlussphase des Wahlkampfs und auch seit seinem Einzug ins Weiße Haus immer wieder beteuerte, keinerlei geschäftliche Aktivitäten in Russland zu haben. In einer Strafempfehlung, die am Freitagabend in New York veröffentlicht worden war, empfiehlt die Anklagebehörde des Bundesstaates eine Haftstrafe von rund fünf Jahren für den Juristen - eine nur geringe Abschwächung vom Regelfall. Cohen werden neben Falschaussagen und Steuervergehen unter anderem illegale Wahlkampfbeihilfen vorgeworfen.

Das genaue Strafmaß soll am Mittwoch verkündet werden.

Die Strafverfolger werfen ihm konkret vor, über Jahre hinweg aus "persönlicher Gier" gegen eine Reihe von Gesetzen verstossen zu haben. Er empfahl eine Haftstrafe zwischen 51 und 63 Monaten. Dabei geht es unter anderem um Schweigegeldzahlungen an den früheren Pornostar Stormy Daniels.

Der Präsident selbst sah die Veröffentlichung am Freitag als günstig für sich selbst. Er twitterte: "Entlastet den Präsidenten vollkommen". Bei den Demokraten regten sich dagegen erste Stimmen, die ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump forderten. Die Informationen Cohens seien "glaubhaft und wahrhaftig".

Mueller offenbarte auch, dass Cohen bereits im November 2015 Kontakt zu einer russischen Person hatte, die eine Abstimmung mit dem Wahlkampfteam von Trump in Aussicht stellte. "Cohen versorgte das Büro des Sonderermittlers mit nützlichen Informationen über bestimmte geheime, auf Russland bezogene Dinge im Zentrum der Untersuchungen, die er durch seinen regelmäßigen Kontakt mit Firmen-Vertretern während des Wahlkampfs erhalten hatte", heißt es in dem Papier. Zur gleichen Zeit hat es nach Informationen der amerikanischen Geheimdienste massive Eingriffe aus Russland in die Wahlen gegeben.

Weil die Zahlungen nicht eindeutig verbucht waren, könnte das auch einen Verstoß gegen die Wahlkampffinanzierung darstellen.

Cohen hatte sich schuldig bekannt und zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereiterklärt, um seine drohende Gefängnisstrafe zu reduzieren.

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