Warnstreiks bei der Eisenbahngewerkschaft: Tarifgespräche mit der Bahn abgebrochen

Bahnsteig

"Warnstreiks werden nun unweigerlich die Folge sein", teilte die Gewerkschaft mit. Das teilte die Gewerkschaft am Verhandlungsort in Hannover mit und kündigte zugleich Warnstreiks an.

Mehrere Tage hatten sie verhandelt, nun wurden die Tarifgespräche zwischen der deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abgebrochen. Das Unternehmen und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) konnten sich in einer dreitägigen Verhandlungsrunde am Ende nicht auf die Höhe der Einkommenserhöhung verständigen. Ein Termin dafür wurde noch nicht genannt. Im Streit um die Lohnerhöhung gehen der Konzern und die Gewerkschaft EVG auseinander.

In den Tarifgesprächen für rund 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn hatten die Beteiligten am Samstag einen neuen Einigungsversuch unternommen. Die Arbeitgeber hätten nur Angebote vorgelegt, "die nicht den Forderungen unserer Mitglieder entsprachen", sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. "Am Ende fehlte aus unserer Sicht ein Prozent mehr angesichts der vom Arbeitgeber angebotenen längeren Laufzeit", fügte sie hinzu. Die Bahn biete ihren Beschäftigten 6,7 Prozent mehr, sagt sie selbst.

Mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vertagte sich die Bahn auf den kommenden Dienstag in Eisenach. Es ist die vierte Runde mit der EVG in dieser Tarifauseinandersetzung. Hier sei man kurz vor dem Ziel, sagte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. Außerdem erfülle sie auch die Forderung der Gewerkschaften, ein Wahlmodell einzuführen, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können. Die EVG lehnte hingegen eine Vertagung ab. Die EVG hatte mit einem Abbruch der Gespräche und "weiterreichenden Aktionen" gedroht, falls in dieser Runde keine Einigung gelingen sollte.

Die Bahn hatte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zwei Erhöhungsstufen für das Gehalt angeboten - einmal 2,5 Prozent und einmal 2,6 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Eine solche Regelung gibt es bereits seit Anfang 2018 für die jüngste Lohnerhöhung. Mit einer Ausweitung des Wahlrechts hätte die Bahn Probleme, weil dies den Personalmangel verschärfen würde. In der niedersächsischen Landeshauptstadt verhandelte die Bahn parallel mit der Lokführergewerkschaft GDL und der EVG.

Die Verhandlungen in Hannover liefen seit Donnerstag parallel in zwei Hotels. Mit der GDL kam eine Teileinigung über die Ruhepausen und Verbesserungen bei den Schichtplänen des Zugpersonals zustande.

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