Schüsse in Straßburg: Mindestens zwei Tote - Täter weiter auf der Flucht

Polizisten und Ermittler in Straßburg im Einsatz. Zwei Tage nach dem Terroranschlag hat die Polizei den mutmaßlichen Attentäter Chérif Chekatt getötet

Die Staatsanwaltschaft in Paris ermittelt wegen "mehrfachen Mordes und Mordversuchen in Zusammenhang mit einem terroristischen Unterfangen und in Verbindung mit einer terroristischen kriminellen Vereinigung". Frankreichs Regierung liess nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen.

Auf die Frage, ob der Mann ins benachbarte Deutschland geflüchtet sein könnte, antwortetet Straßburgs Bürgermeister Roland Ries: "Die Grenze ist im Prinzip geschlossen".

► Bei der Verfolgung des flüchtigen Verdächtigen sei es zu einem Feuergefecht bekommen, teilte die Polizei mit.

Der Verdächtige: Chérif C., 29 Jahre alt, gebürtiger Straßburger mit nordafrikanischen Wurzeln.

Gegen 20 Uhr wird in der Umgebung des berühmten Weihnachtsmarktes geschossen. Die Person eröffnete das Feuer und verletzte mehrere Personen.

Am Tatabend lieferte sich der Mann nach Angaben des französischen Innenministers zwei Schusswechsel mit Sicherheitskräften im Patrouilleneinsatz. Zwei Menschen sterben, ein Mensch sei hirntot, resümiert Chefermittler Rémy Heitz einen Tag nach dem Drama. Das sagte der französische Innenminister Christophe Castaner in der Nacht zum Mittwoch in Straßburg. "Diese fanatisierten Einzeltäter sind der Alptraum jedes Ermittlers, weil sie eben unberechenbar sind", kommentiert Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG).

Polizisten ermitteln auf einer Straße im Stadtteil Neudorf in Straßburg

Ermittler haben derweil vier Menschen aus dem Umfeld des Tatverdächtigen Chérif C.in Gewahrsam genommen. Der Gesuchte sei "gefährlich", warnte die französische Polizei im Kurzbotschaftendienst Twitter. Wie der Nachrichtensender Franceinfo berichtete, riegelte die Polizei Teile der Innenstadt ab. Die Bundespolizei in Baden-Württemberg kontrollierte den Grenzverkehr und riet wegen der laufenden Fahndung nach dem Täter von einem Grenzübertritt ab. Seit dem frühen Morgen werde deshalb auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz im 30-Kilometer-Bereich an der Grenze zu Frankreich verstärkt kontrolliert.

Chekatt sei in der Vergangenheit sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verurteilt worden, sagte Minister Castaner. Seine Strafen habe er abgesessen.

2016 tauchte Cherif C. dann in Deutschland auf - und beging wiederum Einbrüche, wie aus einer damaligen Pressemitteilung der Bundespolizei und einem Gerichtsurteil hervorgeht, die t-online.de vorliegen. In Frankreich, in Deutschland und der Schweiz wurde er bereits verurteilt. Die Behörden haben ihn als Gefährder eingestuft und beobachtet. Er wurde aber nicht in seiner Wohnung angetroffen. Wie der französische Radiosender France Info unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause. Staatspräsident Emmanuel Macron berief in Paris eine Krisensitzung ein. Aus dem Ausland kamen zahlreiche Beileidsbekundungen. Immer wieder gellen Schreie durch die Straßen, wenn Menschen sich den Einsatzkräften nähern. "Welches Motiv auch immer hinter den Schüssen steckt: Wir trauern um die Getöteten und sind mit unseren Gedanken und Wünschen bei den Verletzten".

Im Plenarsaal des Europaparlaments und in der Pariser Nationalversammlung gedachten die Abgeordneten mit einer Schweigeminute der Opfer des Anschlags. Demokratie sei stärker als Hass und Gewalt.

Schwer bewaffnet Polizisten stehen am abgesperrten Weihnachtsmarkt von Straßburg. Er sei unauffindbar, hieß es gestern um Mitternacht, und das ist auch der Stand am Mittwochmorgen. Eltern wurde geraten, ihre Kinder zu Hause zu lassen, wie die Präfektur mitteilte. Er sollte schon einmal Ziel eines Attentats sein: Im Jahr 2000 wurde ein geplanter Sprengstoffanschlag einer algerischen Gruppe rechtzeitig verhindert. Insgesamt zwölf Personen wurden dabei verletzt, darunter befinden sich sechs Schwerverletzte.

Wie die Welt berichtet, sei auch das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg ab, wie ein AFP-Reporter berichtete.

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