Hitachi anscheinend kurz vor Kauf der Stromnetzsparte von ABB

Im Sommer hatte sich ABB aufs amerikanische Börsenpakett begeben. Doch einige Aktionäre sind unzufrieden

Der Schweizer Industriekonzern ABB hat Gespräche mit dem japanischen Konglomerat Hitachi über die Zukunft der Stromnetzsparte bestätigt. Dabei gehe es um die Ausweitung und Neudefinition der bestehenden strategischen Partnerschaft, welche die beiden Unternehmen im Dezember 2014 angekündigt hätten, teilte ABB mit. Dabei bestehe keine Gewissheit, ob, wann, in welcher Form und zu welchen Bedingungen eine Transaktion stattfinden werde.

Damit reagierte ABB auf Medienberichte. Wie der japanische Wirtschaftsnachrichtendienst Nikkei am Mittwoch berichtet, steht Hitachi kurz vor dem Kauf der Sparte für bis zu 800 Milliarden Yen (gut 6 Milliarden Euro). Der Zeitung zufolge hat der Hitachi-Verwaltungsrat Pläne bestätigt, die Transaktion voranzutreiben.

Um die Stromnetz-Sparte von ABB gibt es seit längerem Spekulationen. Yen steigern zu wollen. ABB-Chef Ulrich Spiesshofer, der einen solchen Schritt immer wieder abgelehnt hat, hatte im Juli erklärt, das Portfolio sei "nicht in Stein gemeisselt". Im Herbst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, ABB spiele eine Abspaltung der Sparte durch und eine Entscheidung könne bis Jahresende fallen. Am Mittag legen die Titel 2,2 Prozent auf 19,42 Franken zu.

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