Bezahlung von Vorstandschef Ghosn rechtskonform

Renault

Der Autobauer hat im Gegensatz zum japanischen Partner nichts an der Bezahlung des Managers auszusetzen.

Der Verwaltungsrat von Renault hatte zuvor auf seiner Sitzung entschieden, dass Ghosn Vorstandschef bleibt und an der Firmenspitze weiterhin vertreten wird.

Die Bezahlung des Automanagers Carlos Ghosn als Vorstandschef des französischen Renault-Konzerns war laut einer internen Untersuchung rechtskonform.

Renaults Partnerunternehmen Nissan, das den Finanzskandal um Ghosn enthüllt hatte, verfolgt unterdessen die vermutete Veruntreuung von Firmengeldern rechtlich weiter. Das habe eine Überprüfung für den Zeitraum 2015 bis 2018 ergeben, teilte der Verwaltungsrat des Autokonzerns am Donnerstag in Boulogne-Billancourt bei Paris mit. Renault widersetzte sich jedoch dem Druck, ihn zu entlassen, da der Skandal das Bündnis der Automobilhersteller belaste.

Cherie Blair (Bild Archiv): Die Frau des ehemaligen britischen Premiers Tony Blair soll im Verwaltungsrat jetzt offenbar ebenso wie Vertreter des französischen Staates auf eine Absetzung von Carlos Ghosn drängen. So unter anderen auch Cherie Blair, Ehefrau des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair.

Zu den möglichen Anwärtern auf den Posten gehöre auch Toyota-Manager Didier Leroy.

Die Prüfung von Renault könnte nicht nur über Ghosns Schicksal mitentscheiden, sondern auch den Ton setzen für die künftigen Beziehungen zwischen Renault und Nissan, die in ihrer seit zwanzig Jahren bestehenden Allianz bei Technologie, Komponenten sowie Forschung und Entwicklung zusammenarbeiten. Gerüchte über Differenzen in dem Gremium weise er zurück. Die französische Regierung ist mit 15 Prozent an Renault beteiligt.

Die Rechtsabteilung des Unternehmens werde die Vorwürfe von Nissan gegen Ghosn aber weiter untersuchen.

Die am 19. November gegen ihn verhängte Untersuchungshaft verlängerte das Gericht in dieser Woche nach neuen Vorwürfen bei der Anklageerhebung. Der Automanager soll nicht nur jahrelang Teile seines Einkommens vertuscht, sondern sich auch persönlich an Firmenkapital von Nissan bereichert haben. Ein Antrag seines Anwalts gegen die verlängerte U-Haft war gescheitert. Das sei aber auch nicht nötig gewesen, da es sich um Gehaltszahlungen gehandelt habe, die erst nach seinem Ausscheiden bei Nissan hätten gezahlt werden sollen. Und das sei noch nicht festgezurrt gewesen.

Related:

Comments

Latest news

Razzia gegen Autoschieber-Bande - auch Polizist soll festgenommen worden sein
Mit einer Großrazzia ist die Polizei am Donnerstag gegen eine international organisierte Autoschieberbande vorgegangen. Ab 6 Uhr morgens durchsuchten 300 Beamte, darunter auch Spezialkräfte mehrere Gebäude im gesamten Stadtgebiet.

Kosovo baut eigene Streitkräfte auf
Die Regierung in Pristina wies die Behauptung zurück, dass die künftige Armee eine Bedrohung für die Serben in Kosovo darstelle. Die Umbildung der Sicherheitskräfte in eine Armee soll laut früheren Medienberichten etwa zehn Jahre in Anspruch nehmen.

Onward wird das nächste Animationsabenteuer von Pixar
März 2020 wird " Onward " in den US-Kinos anlaufen, zum deutschen Starttermin haben wir allerdings noch keine Informationen. Zwei jugendliche Elfen begeben sich auf die Suche nach Magie und erleben ein großes Abenteuer.

Taylor Swift: Mit heimlicher Gesichtserkennung auf der Suche nach Stalkern
Was bei einem Fund passiert wäre, wie hoch die Fehlerrate war und ob es überhaupt Treffer gab, geht aus dem Artikel nicht hervor. Es ist nicht klar, ob mit dieser umstrittenen Methode die gesuchten Stalker ausfindig gemacht werden konnten.

Siemens und Alstom machen nur kleine Zugeständnisse
Demnach denken sie weniger an einen Verkauf von Firmenteilen, sondern eher an die Vergabe von Lizenzen an Konkurrenten. Bisher standen Siemens und Alstom bei Schnell-, Regional-, Nahverkehrszügen und Signaltechnik in harter Konkurrenz.

Other news