Flughafen London-Gatwick weiter wegen Drohnen gesperrt | Welt

Mehrere Drohnen haben dafür gesorgt dass am Flughafen London Gatwick gar nichts mehr geht

Die Ermittlungen der Behörden wegen "krimineller Nutzung von Drohnen" führten schließlich zu zwei Festnahmen am Freitagabend kurz nach 22 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ), wie die zuständige Polizei in der Grafschaft Sussex mitteilte. Medienberichten zufolge prüfen die Ermittler, ob möglicherweise ein radikaler Öko-Aktivist hinter dem Störmanöver steckt. Ein weiterer Vorschlag lautet, dass Flughäfen in Technologien investieren, mit denen die Frequenzen der von Drohnenpiloten benutzten Funksignale erkannt und gestört werden.

Polizei und Militär hatten Technik am Flughafen installiert, mit der die Sicherheit gewährleistet werden sollte und die Drohnen abgewehrt werden können.

"Jedes Mal, wenn wir wieder zur Öffnung des Airports bereit sind, werden weitere Drohnen gesichtet", sagte Gatwick-Chef Chris Woodroofe am Donnerstagnachmittag - mehr als 14 Stunden nach der Einstellung von Starts und Landungen - dem Sender Sky News. Das teilte der Betreiber des Flughafens in der Nähe der britischen Hauptstadt London im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Zeitweise saßen rund 120.000 Fluggäste kurz vor Weihnachten fest. "Es ist definitiv keine Standard-Drohne von der Stange", sagte er BBC Radio. Doch die "Jammer" unterbrechen auch andere Signale, die für den Flughafenbetrieb notwendig sind. Dutzende Drohnensichtungen hatten zu der Unterbrechung geführt. Passagieren wurde dringend geraten, den Flugstatus zu überprüfen, bevor sie sich zum Flughafen begeben, da es Verspätungen und auch Annullierungen geben könnte. Inzwischen unterstützt die britische Armee die Suche nach dem Drohnen-Lenker, der das Chaos ausgelöst hat.

Die Polizei geht nicht von einer terroristischen Störaktion aus, wohl aber von einer mutwilligen Störaktion mit für den professionellen Einsatz bestimmten Fluggeräten. In den sozialen Netzwerken machten derweil Reisende ihrem Ärger Luft und fragten, wie es sein könne, dass Großbritanniens zweitgrößter Flughafen seinen eigenen Luftraum offenbar nicht im Griff habe.

Anfangs wollte die Polizei aufgrund Sicherheitsbedenken keine Schusswaffen einsetzen. Laut Grayling wollen die Missetäter mit mehreren schweren ("substantial") Drohnen den Flugbetrieb in Gatwick stören. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es laut Behörden aber zunächst nicht. Mit den Herstellern gebe es Gespräche über mögliches Geo-Tracking, um Drohnenflüge über Verbotszonen zu verhindern.

Im Umkreis von 1,5 Kilometern rund um Flughäfen ist es verboten, Drohnen aufsteigen und fliegen zu lassen. Trotzdem ist die Polizei zuversichtlich, dass sie die Übeltäter dingfest macht; ihnen drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Wieder musste das Flugfeld gesperrt werden - diesmal für etwas mehr als eine Stunde. Bis zum Vormittag wurden 145 der für Freitag geplanten 837 Flüge gestrichen. Seit dem Nachmittag verstärkten Spezialeinheiten der Armee die Ordnungskräfte, die mit einem Grossaufgebot von über zwanzig Polizeieinheiten im Einsatz waren.

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